TroLF 750

Ein kompaktes, aber wichtiges Löschfahrzeug, war zu seiner Zeit, sprich während seiner Dienstzeit in den 1990er Jahren, das TroLF 750. Die Flughafenfeuerwehr beschaffte es vornehmlich als erweiterte Löscheinheit für den Gebäudebrandschutz. 2009 wurde es an den Sportflughafen Westerau-Jeester verkauft.

Als ich (mal wieder) das weltweite Netz nach Anregungen durchstöberte, fiel mein Blick unweigerlich (erneut) auch auf den lettischen Modellbauer de-marco. Unter seinen hervorragenden Kreationen befand sich eben auch dieses Kabinendesign, welches ich nachbaute und dem ich hintendran einen kompakten Aufbau spendierte. Modellbauerisch bietet der Aufbau keine modellbauerischen Rafinessen, aber er bietet Platz für alle wichtigen Dinge, die einen solchen Fahrzeugtypen ausmachen: Pulvertank, Druckbehälter, Schnellangriff, Dachwerfer und Bedienfeld. Das Ganze im für die Flughafenfeuerwehr bekannten zweifarbigen Lackkleid.

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TSF (Freiwillige Feuerwehr Schenefeld)

Ein kleines, aber feines Fahrzeug befand sich von 1958-1983 in Diensten der freiwilligen Feuerwehr Schenefeld in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Hamburg. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (kurz TSF) war eines der Erstangriffsfahrzeuge kleiner Ortsfeuerwehren jener Zeit. Es verfügt(e) über eine rudimentäre Ausstattung zur Brandbekämpfung samt TS 8/8 (800 L Wasser Fördermenge bei 8 bar) und ist tatsächlich das einzige im Kreis Pinneberg noch vorhandene Fahrzeug, welches baulich nicht verändert wurde.

Inspiriert von dem Thema des Monats (Oldtimer) im 1000.de-Forum wollte neben dem PLF 750 der Flughafenfeuerwehr Frankfurt/Main noch ein weiteres Fahrzeug bauen. Da kam der Hinweis eines Forummitglieds, warum eigentlich noch keiner einen VW Bus gebaut hätte. Das war sozusagen die Initialzündung hierfür, und gleichzeitig eine Tüftelei in 4w auch ein erkennbares MOC zu basteln. Nach einer Wochenendbauzeit war es dann soweit: mittels neuerer Bauteile konnte aus den Restaurationswerkstätten das TSF ans Tageslicht rollen. Im Gegensatz zum Vorbild aus Schenefeld musste ich allerdings die Saugschläuche aus Platzgründen auf dem Dach montieren und Tragkraftspritze im Heck platzieren. Dennoch glänzt am Modell ebenso an der Front das große VW-Logo.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x8er + 1x2er)

PLF 750 (Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main)

Dies ist mein erstes MOC mit einem direkten Vorbild: das PLF 750-2 auf Mercedes-Benz Unimog S 404 des Frankfurter Flughafens Rhein/Main. 1958 beschafft, versah das Fahrzeug 16 Jahre lang dort seinen Dienst. Der Aufbau stammt von Total-Walther. Signifikantester Unterschied zu später gebauten Fahrzeugen war der erheblich kleinere Gerätekasten direkt hinter dem Fahrerhaus. 1969 erhielt das PLF nach einem Unfall mit einem anderen Einsatzfahrzeug u. a. eine neue Fahrerkabine ohne Dachluke, neue Gerätekästen, ein neues Farnschema und man demontierte zudem den Rammschutz.

Ich wollte mich beim Modell in der traditionellen 4er-Breite so nah wie Möglichkeit am Original halten, und versuchen Proportionen und den Look des Fahrzeugs einzuhalten bzw. möglicht genau wiederzugeben. Nun bei dieser recht kleinen Modellgröße kein leichtes Unterfangen. Wie sich im Verlauf des Zusammenbaus dann auch heraustellte, musste ich bei der Reservereifenanordnung (längs zum Auto und nicht wie originalerweise am Fahrgestell befestigt), der Gerätekastenfunktionalität am Fahrzeugaufbau (bedauerlicherweise nicht zu öffnen) und in der Bauhöhe der Fahrerkabine (Problem mit der Sitzhöhe einer Minifig inkl. Helm) leichte Kompromisse eingehen.  Mit letzterem bin ich aber noch nicht fertig. Dadurch, dass meine Modelle normalerweise eine hohe Funktionalität aufweisen sollen, geht in diese Falle eine nicht vernünftig hinter das Steuer zu setzende Minifig eigentlich gar nicht. Jetzt ist guter Rat teuer, denn eine höhere Windschutzscheibe ist zwar möglich, macht aber die flache Optik des Original-Fahrerhauses leider zunichte.

Dennoch verfügt das MOC über die nötigen Details, die auch schon das 50 (!) Jahre alte Vorbild auszeichneten. Im einzelnen sind das der Rammschutz an der Front, der große Arbeitsstellenscheinwerfer an der Beifahrerseite, die div. Handfeuerlöscher auf der Ladefläche, die Druckgasflaschen inkl. Bedienfeld für die Pulverlöschanlage, die Dachluke und heckseitig eine Anhängerkupplung.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (2x8er + 2x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.