Pritschen-LKW mit Ladekran und Tandemhänger

Private Bauunternehmer gibt es in Farnheim ja eine Menge. Diese liefern Kies, Zement, Steine oder aber auch ganze Schreberhäuschen frei Haus und stellen diese auch noch auf. Was aber, wenn in der City, auf öffentlichem Grund, neue Designleuchten aufgestellt werden sollen, um das städtische Antlitz aufzuhübschen? Logisch, da kommt auch ein solcher Unternehmer ins Spiel, und der hat auch gleich adäquates Equipment dabei: einen dreiachsiges Pritschen-Zugfahrzeug mit Ladekran und passendem Tandem-Hänger.

Nachdem ich über einen Kumpel den „Wechselpritschen-LKW“ aus dem Trainset #4537 zugespielt bekam, war die nötige Inspiration, eine dreifarbige Kabine mit klassischem Look zu kreieren, gegeben. Fehlte eigentlich nur die nötige Einsatzbestimmung. Tja, nur… Die darauffolgende Schaffensphase war ein regelrecht harter Entstehungsprozess – Try and Error sozusagen. Zunächst wurde es, wie beim Inspirationsmodell auch, eine Wechselpritsche samt Hänger. Da mir dies zu sehr am alten Original angelehnt war und wenig eigenständigen Charakter besaß, rupfte ich ihn fluchs wieder auseinander. Aus dem Zwei- wurde dann irgendwann ein Dreiachser. Dem Kran, bei dem sich das Verstauen der ausklappbaren Stützen als kniffelig erwies, folgte, ein seltsam anmutender containerhafter Aufbau für Schrott aller Art. Auch dieser wirkte konnte mich nicht vollends überzeugen – werder optisch noch bautechnsch. Also, wieder alles auf Anfang und eine Bestandsaufnahme gemacht, ins Internet geschaut und gehofft, das mich die Muse küsst. Letztendlich hat sie mich mich vielleicht nicht vollends mit ihrem Schmatzer erwischt, aber ich bin dann doch noch mit dem Endergebnis zufriedengestellt. Tja, so fühlt sich wohl eine Baublockade an. Uff!

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x12er und 2x2er Platte am Zugfahrzeug), 7 Noppen (2x6er Platte und 1x2er Anhängerkupplung am Hänger)

#6682 – Cement Mixer

1985 bringt TLC diesen Betonmischer (#6682 – Cement Mixer) auf den Markt. Und das Schöne ist, es erstrahlt in Verbindung mit den weißen Steinen in einer tolle Farbkombi ab, die erst 32 Jahre später, sowohl thematisch als auch farblich, mit #7990 erneut Verwendung fand, und somit einen würdigen Nachfolger erhielt. Das Besondere aber war, dass das blau-weiße Farbschema der Transportwelt in der Town-Äre vorbehalten war. Man siehe hierzu u. a. den Semi Truck (#6367), das Delivery Center (#6377), oder das Container Crane Depot (#7823). (Danke an Cran für dieses nicht unerheblichen Hinweis!)

Mit der erwähnten Farbkombi kämen wir gewissermaßen zum (Fahrzeug-)Design. Der 1985er Betonmischer war sicher keine optische Meisterleistung. Erinnerte er doch durch eben diese Schrägsteine eher an ein Amphibienfahrzeug denn an einen richtigen LKW. So überrascht es dann auch nicht, dass im selben Jahr ein Krankenwagen mit ähnlicher Optik erschien. Aber der Betonmischer stellte mit seiner Funktion eine echte Bereicherung auf jeder damaligen städtischen Baustelle dar.

Und somit wären wir schlussendlich bei der Funktion, und hierbei bot das Baustellenfahrzeug ein ganze Menge interessantes: Zum einen war es, zur besseren Manövrierbarkeit, mit einem Fahrgestellscharnier ausgestattet. Zugegeben etwas ungewöhnlich, aber es hatte Charme. Zudem konnte man die Betontrommel mit fünf kleinen 1x1er Fliesen beladen, entsprechend drehen und sogar kippen. Damit waren alle wichtigen Funktionen des Vorbildes nachstellbar, und das zu einer Zeit, in der es von Spezialteilen (noch) nicht gerade wimmelte. Erwähnenswert: Als minigig’sches Bedienelement des Mischers diente eine blaugelbe Antenne am Aufbau.

Jahr: 1985
Teile: 90
Minifig: 1

Seitenkipper

„Unser Dorf soll schöner werden“. Getreu dem Motto fährt ein neuer Seitenkipper etliche Ladungen Erdreich quer durch die Hafenmetropole, das an anderer Stelle zur Ausgestaltung von Vorplätzen etc. benötigt wird.

Ein kleines Bauunternehmen der Stadt mit einem Hang zum Garten- und Landschaftsbau schaffte sich als Ersatz für seinen 26 Jahre alten Oldtimer diesen neuen Seitenkipper an. Dank größerer Zuladung und wesentlich mehr Komfort für den Fahrer geht die schwere Arbeit nun umso leichter von der Hand.

Bei diesem Modell hatte ich anfangs kein konkretes Ziel, was einmal daraus werden sollte. Grob umrissen war lediglich die Idee eines Kleinlasters mit Pritsche und ggf. einer Planenabdeckung – und in einer ganz anderen Farbe: Blau. Daraus wurde ja so richtig was… 😉 Nämlich etwas ganz anderes.

Mit der Idee reifte auch beim händischen Zusammenbau immer mehr der Plan eines Seitenkippers. Und immer wieder wurde das MOC komplett auseinandergerupft, umgebaut, modifiziert. Schließlich gewann es immer mehr an Größe. Heraus kam am Ende ein großer LKW, der ebenso wie schon der Lastzug zweifarbig gestaltet ist, und selbstverständlich über einen funktionierenden Seitenkipper-Mechanismus verfügt. Beladen mit einer Fuhre Erdreich und ausgestattet mit schwarz abgedeckten Felgen, sowie einem versetzten Kennzeichenträger am Heck und einigen Fahrgestellaccesoires geht der 12-Tonnen-Brummer nun in der Stadt seiner Arbeit nach.

NACHTRAG: Es gibt jetzt zu dem Modell auch eine Bauanleitung: KLICK (oder Rechtsklick „Ziel speichern unter…“)

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x10er Pölatte und 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

Abschleppwagen

Ein privates Abschleppunternehmen der Stadt hat sich auf den Transport von Fahrzeugen aller Art spezialisiert. Um verunfallte oder liegengebliebene Kleinfahrzeuge wegzuschaffen, steht dort dieser Abschleppwagen im Fuhrpark.

Ein Abschleppfahrzeug ist farbtechnisch gemeinhin ja eher etwas auffällig im Straßenverkehr unterwegs. So versuchte ich dies beim Bau des Pannendienstfahrzeugs als ein weiteres Fahrzeug meiner Stadt zu berücksichtigen. Heraus kam ein abwechslungreiches Bicolor-Farbschema in Rot und Weiß. Den Abschlepphaken übernahm ich (samt Absenkmöglichkeit) aus dem alten Set #6656 (Tow Truck) des Jahres 1985, ergänzte ihn noch durch eine angedeutete sog. Abschlepp- oder Hubbrille. Das Hauberfahrzeug habe ich schließlich durch einige Details, wie seitliche Begrenzungsleuchten, Arbeitsscheinwerfer am Heck, Werkzeug sowie einen entsprechenden Leuchtbalken vervollständigt.

Fahrgestellbasislänge: 9 Noppen (2x3er + 2x4er Platten die beiden restlichen Noppen füllen darunter angebrachte, weiße Platten)

# 6335 – Indy Transport (1996)

Ein Review

1996 erschien ein eigentlich dreiteiliges Racing-Set  – # 6337 (Fast Track Finish), # 6335 (Indy Transport) und # 6546 (Slick Racer). Besonderheit: besaß man alle drei Sets, so verfügte man man über ingesamt fünf durchnummerierte Indy-Racecars für heiße Rennduelle. Die Startnummern 2, 5 und 6 waren auf dem Transporter verladen, während 1 und 3 auf der Rennstrecke um den Sieg kämpften. Die Startnummer 4 war als günstigeres Set einzeln erhältlich.

Damals waren die Boxen, sprich Umverpackungen noch deutlich kleiner. Eine heutige Verpackung dürfte wohl bei einem vergleichbaren Artikel etwa ein Drittel in Breite, Höhe und Tiefe zugelegt haben. Dennoch war sie wie die Heutigen rundherum vierfarbig bedruckt. Die Rückseite zeigt, wie zur damaligen Zeit üblich, einige Umbaumöglichkeiten. Die UVP betrug 1996 69,95 DM.

Öffnet man die Box kann man einen Pappe-Tray herausziehen, in dem sämtliche Teile des Sets lagern. Der Inhalt besteht aus sechs unterschiedlich großen Klarsichttüten mit verschiedenartig sortierten Bauteilen. Wobei sich mir die Teilesortierung in den Tüten seitens des Herstellers nicht erschließt. Aber egal… Es folgen ein kleiner Octan-Aufklebersheet eine Postkarte für eine Umfrageaktion, ein DIN A5 Zubehörkatalog zur Teilenachbestellung, ein kleiner, DIN A5 großer, vierfarbiger LEGO-Systemkatalog, die gewohnt farbige Bauanleitung in DIN A4 und ein interessantes DIN A2-Poster mit dem verheißungsvollen Titel „Runaway Truck“. Scheinbar hat sich darauf der Renntransporter selbstständig gemacht und rast als Geistertruck in „Speed“-Manier u. a. über eine Lücke in einer Brücke. Die Polizei nimmt die Verfolgung auf. Durch die weiteren abgebildeten Sets bekommt man hier ein schönes Beispiel für sog. Cross-Referencing.

Der Bau der Modelle beginnt lt. Bauanleitung zunächst mit den 3 Minifigs (zwei Rennfahrer und ein Trucker, der auch zum Rennfahrer gemacht werden kann). Dann folgen die Zugmaschine, die drei bunten Rennwagen und zu guter letzt die Montage des Trailers. Die Zusammenbau ist gewohnt problemlos. Selbst geübte Bauer dürften aber locker eine gute Stunde und mehr an Zeit einplanen, da sehr viele kleine Teile verbaut werden müssen.

Die drei Minifigs kommen löblicher Weise je mit Cappy und Helm daher. Letztere sind mit einem schicken Streifen- und Stern-Design versehen. Die Figuren selber sind lediglich auf der Oberkörpervorderseite mit einer Rennoveralloptik inkl. Sponsoren versehen.

Die Fernfahrer-Zugmaschine kommt einen durchaus bekannt vor. Fand sie doch in abgewandelter Form in verschiedenen Sets Anwendung. So z. B. schon bereits 1992 im Set #6346 (Shuttle Launching Crew), 1993 im Set # 6539 (Victory Cup Racers) und 1994 im Set # 6348 (Surveillance Squad). Zusammengebaut präsentiert sich unser Truck in der gewohnt dreifarbigen Optik der fiktiven Mineralölfirma „Octan“. Man merkt auch hier bereits den Wandel, den die Fahrzeugmodelle durchwandeln: sind sie doch optisch an die traditionelle 4er-Breite angelehnt, so gehen besonders die Aufbauten bereits in die heutige 6-Noppen-Richtung.

Die Rennwagen sind allesamt identisch zu montieren. Sie unterscheiden sich später nur in der Farbgebung. Die Nummern auf den Autos sind aufgedruckt. Ihre Breite beträgt auch noch 4 Noppen, jedoch sind die Achpaare bereits 5 Noppen breit. Dadurch wirken sie wie richtige Rennwagen bei vergleichsweise simplem Aufbau.

Diffiziler ist die Montage des Auflieger, da er aus den meisten und kleinsten Teilen besteht. Der Bau ist in mehrere Abschnitte unterteilt: Boden, Geräteraum und Oberdeck. Tolle Details, wie die im Boden verstaubaren Rampen, das absenkbare Oberteil oder auch die großen zu öffnenden Werkzeugräume können begeistern. Die Abstellflächen auf dem Transporter sind passgenau auf die Rennwagen abgestimmt. So bekommen sie etwas Halt, da sie nicht auf irgendwelche Noppen gesteckt werden. Der Auflieger ist auch das breiteste Bauteil mit 6 Noppen.

Aufgebaut wird der Transporter dann zu einem großen und durchaus schweren Spielgerät, das durch seine Funktionalität viel und langandauernden Spaß garantiert.

Jahr: 1996
Teile: 397
Minifig: 3

# 6654 – Motorcycle Transport (1983)

Ein weiteres, altes Set bereichert nun meine Classic-Town-Sammlung: der Motorcycle Transport aus dem Jahr 1983. Das eher schlichte Set besteht aus einem kleinen Zugfahrzeug mit kurzer Ladefläche und einem Anhänger, auf dem das Motorrad (Motocross-Bike?) befestigt ist, und in einer auffälligen Zweifarben-Lackierung daherkommt. Das Design des Fahrzeugs passt zudem sehr gut in die Zeit, in der es erschien. Der Körper der Minifig ist unbedruckt, trägt aber einen chicken, alten Classic-Space-Helm.

Nach 27 Jahren, für mich als Nostalgiker, noch immer ein hübsch ansehnliches, kleines und feines Set.

Jahr: 1983
Teile: 50
Minifig: 1