Minifigs Sammelfiguren Serie 4 – Teil 1

Keine drei Monate ist es her, dass die Sammelserie 3 das Licht der Verkaufsregale erblickte. Nun erschien sehr kürzlich bereits die vierte Staffel der unter TFOLs- und AFOLs äußerst beliebten Reihe. Was hat sich geändert? Hat sich was geändert? Nun äußerlich, bis auf die nun orange Beutelfarbe nicht viel. Auch bei der Kodierung, in Form der bekannten Punkte am Fuß der Tüte, ist es geblieben. Dank App kann man ja spicken. Aber, es ist und bleibt schwierig, den Code einwandfrei zu entziffern. Deswegen habe ich nicht diese Mühe auf mich genommen, sondern mich voll und ganz meinem Tastsinn anvertraut, und etwas mehr Zeit investiert.

Habe ich richtig gelegen? Ja, und nein. Aber diesmal größtenteils schon. Die einzigen Figuren, die ich nicht auf meiner Rechnung hatte, waren die Eiskunstläuferin und der Eishockeyspieler. Sie gehörten nicht zu meinen „must haves“.  Sei’s drum. Mir persönlich fehlt nach dem gestrigen Kaufrausch nur noch der „Radioactive Man“. Lasst mir doch einen, am besten zwei, übrig, bitte. Die brauche ich noch für meine Feuerwehr!

Kaum geöffnet dringt wieder ein aufdringlicher Industriefertigungsmief an meine Nase, der, wenn ich mich recht erinnere, aber weniger bissig ausfällt, als bei den drei Serien zuvor. Dafür strotzen einige der Figuren vor liebevoller Details und neuer Formteile, wie Fächer, Malpalette und Pinsel, Kufen, Reagenzglas oder die Zipfelmütze. Das Druckbild ist gewohnt hervorragend, und gerade beim Frankenstein oder der Geisha ist sogar noch das Kopf-, bzw. Haarteil überdem detailreich verziert.

Was allerdings gewöhnungsbedürftig erscheint, sind diese neuen gummiartigen Haar- und Bartteile, wie man sie beim Punkrocker, dem verrückten Professor oder dem Gartenzwerg vorfindet. Sie wollen haptisch so garnicht zu den ABS-Figuren passen.

Blogger Wortman war allerdings bereits einige Tage zuvor erfolgreich, erfolgreich, erfolgreich und erfolgreich. Und direkt mal den Gitarristen einen Auftritt veranstalten lassen.

NACHTRAG 08.04.11: Den Dekontaminierer musste ja doch noch haben, und siehe da, habe ich doch in kläglichen Resten dreier Kartons tatsächlich noch ein Trio aufgestöbert. Diese Figur ist zudem, wie ich finde, auch die interessanteste der vierten Staffel. Der neue Helm ist eine komplette Einheit, samt vormontiertem Glaseinsatz. Der „Dampfstrahler“ wird in das turbinenähnliche Rundelement auf dem Rücken eingesteckt. Als Finish dient der leicht panische Gesichtsausdruck – perfekt.

Werbeanzeigen

Minifigs Sammelfiguren Serie 3 – Teil 2

Nach dem ich nun endlich alle 12 Tüten der ersten Fuhre und weitere 6 der zweiten geöffnet und die Figuren zusammengebaut habe, folgt nun eine Bestandsaufnahme. Notiz am Rande: der Tüteninhalt mieft immer noch sehr stark.

Hier also meine Tasterfahrungen und -ergegnisse:

2 Rapper – bei ihnen lässt sich der Brüllwürfel leicht ertasten. Aber welcher Styler hat eigentlich heute noch Kassetten. Ich fordere hiermit MP3-Player im Minifigformat.

1 Hula-Uschi – dabei habe ich mich von den Maracas veräppeln lassen und nur einen erfühlt und ihn für ein Rapper-Mikro gehalten.

1 Indianer-Häuptling – der Speer, dachte ich, sei die Angel des Fischers. So kann man sich irren. Zudem komplett am Kopfschmuck vorbeigetastet.

2 Cyborgs – der trügerische Helm suggerierte mir den Sturzhelm den Rennfahrers vor. Männo!

1 Sumo-Ringer – der kleine Pokal war dagegen ein sicheres Indiz für den japanischen Specki.

1 Affenmensch – die Banane hielt ich für den Bronze-Pokal und die Maske für den Sumo-Dutt.

1 Elf – der „Legolas für Arme“ war fühltechnisch schnell an seiner Armbrust enttarnt.

2 Baseballspieler – kniffelig aber lösbar war der Schläger. Das geriffelte Ende konnte man mit dem Fingernagel ertasten.

1 Mumie – Der Skorpion war ein sicheres Indiz.

1 Tennisspielerin – Das Waffeleisenmuster des Schlägers enttarnte diese Figur in der Wundertüte.

2 Snowboarderinnen – Die eine wollte ich und die andere täuschte am Helm den Rennfahrer vor.

3 Angler – das gummierte und weichere Bartteil, sowie sie Angelrute mit dem dicken Klops am Ende verrieten schließlich ihn. Und ja, ich wollte drei Stück haben.

Alles in allem sind den Designern schöne und aufwändig bedruckte Minifigs gelungen, die teilweise mit witzigen und außergewöhnlichen Details glänzen, wie der Kopf der schweißgebadeten Affenkostüm-Figur zeigt. Ware Dekor-Highlights sind da der Elf, der Rapper (die Brille ist der Brüller) oder auch die Mumie auf, die gar am Rücken, auf den Armen und Beinen bedruckt ist.

Und wenn man mal (dank der neuen – und deutlich erschwerten – Identifizierungstechnik) daneben geraten hat, kann man sie immerhin wunderbar für einen Kostümverleih oder einen Karnevalsumzug verwenden.

NACHTRAG: eine Figur aus der vorangegangenen Serie, und eines meiner persönlichen „Must-haves“ ist mir dazu noch ins Netz gegangen: der „Disco Stu“. Jetzt fehlt mir aus der alten Serie noch der „300“-Spartaner.