Wechselladerfahrzeug WLF + AB HFS (Hytrans Fire System)

Um bei Größbränden schnell große Mengen Löschwasser bereitstellen zu können, verfügt die Berufsfeuerwehr seit kurzem über einen besonderen Abrollbehälter – den AB HFS. HFS steht als Kürzel für Hytrans Fire System oder auch Holland Fire System. Er ist als Wasserförderungssystem der Fachgruppe Löschwasserrückhaltung (LöWaRüHa) unterstellt. Das besondere an ihm ist das Hochleistungspumpensystem, das mit speziellen F-Schläuchen (150 mm Durchmesser) bis zu 5.000 L/Min. bei 5 bar und 8.000 L/Min. bei 2 bar fördern kann. Zum Vergleich haben normale „B-Schläuche“, die in der Regel zur Wasserförderung aus dem städtischen Hydrantennetz dienen, einen Durchmesser von „nur“ 75 mm. Ein weiteres Einsatzszenario sind neben der Wasserversorgung bei Großbränden Überflutungen aller Art. Mit diesem System ist man  in der Lage über sog. Flexschläuche große Mengen Wasser aus Überflutungsgebieten zu pumpen. Im Einsatz war dieses System mit einer Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Farnheim zuletzt beim Elbehochwasser im Juni des Jahres 2013.

Um den Abrollbehälter in Überflutungsgebieten oder in unwegsamem Gelände an See- oder Flussläufen in Stellung bringen zu können, muss ein hochgeländegängiges Fahrzeug in der Lage sein, den Container auch gefahrlos (ohne sich festzufahren) zu positionieren. Zu diesem Zwecke beschaffte man ein weiteres vierachsiges Wechselladerfahrzeug, das bis auf das geländegängige Fahrgestell mit dem bereits hier vorgestellten 4-Achs-WLF baugleich ist.

Lage Zeit überlegte ich, wie ich ein solches Containersystem realisieren könnte. Denn im Original sind auf dem eigentlichen Abrollbehälter heckseits zwei separat absetzbare Containerelemente verlastet. D. h., es stehen mir bei meiner nostalgischen Bauart jeweils nur zwei Noppen (!) in der Breite für diese Elemente und ihren Beladungen zur Verfügung. Um dieses realisieren zu können, musste zunächst die Länge um 2 auf insgesamt 10 Noppen wachsen. In der vorderen, fest mit dem Containerboden verbundenen Gerätehauseinheit sind die wasserfördernden Armaturen untergebracht. Bei meinem Modell in Form eines großen Verteilers. Daran schließen sich die kleinen absetzbaren Containerelemente an. Eines von ihnen ist das Pumpen-, das andere das Schlauchmodul. Die Recherche bezüglich der Beladung der beiden Container brachte mich schließlich auf die Idee der Beladung, und wie sie sich möglichst platzsparend verbauen ließ. Zur Erläuterung: das gelbe Modul, an das ein Schlauch angeschlossen werden kann ist die Pumpe samt Schimmkörper. Das schwarze Instrument mit Antenne und hellgrauen Rundeinern, der angesprochene Verteiler. Zudem komplettieren entsprechende Beleuchtungs- und Warneinrichtungen den Container. Einen Abstrich zum Original musste ich dennoch vornehmen: die Saugschläuche musste ich aus Platzgründen auf dem Containerdach platzieren.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x3er + 2x12er + 1 Stück Winkelplatten 1×2 auf 1×4)

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WLF 5

Im Zuge der Einsatzwertsteigerung erhalten einige ältere Fahrzeuge kleine Modifikationen. Bei dem hier vorgestellten Wechselladerfahrzeug 5 (WLF), das im Grunde baugleich mit dem alten WLF 1 ist, wurde dafür die gelbe Konturmarkierung angebracht, eine neue Martin-Horn-Anlage installiert, sowie der Kühlergrill getauscht. Der alte war bei einem der letzten Einsätze kürzlich beschädigt worden. Somit soll das zwölf Jahre alte Fahrzeug noch etwa weitere fünf Jahre im Dienst bleiben.

In Wirklichkeit ist mit dem WLF 5 kein neues Modell entstanden. Lediglich das alte WLF habe ich einigen Optimierungen unterzogen, um es einen zeitgemäßeren Look zu verpassen.

FwA-AK (Absetzkipper)

Im Falle, dass bei einem Großenschadenereignis schnell eine größere Menge Material an die Einsatzstelle herangeschafft werden muss, steht dem Absetzkipper-WLF auch ein Anhänger zu Verfügung, auf den im Ernstfall ein weiterer Container verladen werden.

Der Anhänger entstand parallel zum Ansetzkipper-MOC, allerdings fehlte mir einzig die lange Anhängerdeichsel um das Modell zu komplettieren. Glücklicherweise kam heute die ersehnte Bricklink-Teilebestellung an, und so konnte ich dieses Gespann nun endlich fertigstellen. Dem Zugfahrzeug habe ich auch einige Modifikationen zukommen lassen: so befindet sich nun ein Hydrauliktank am Aufbau und ein heckseitig verbautes Abstützsystem, damit er bei der realistischen Beladung des Hängers nicht urplötzlich vorne abhebt.

Fahrgestellbasislänge: 8 Noppen (2x6er + 1x2er Deichsel + 1×2 auf 1x4er Winkelplatte)

WLF 3 (Absetzkipper)

Mit einem Wechsellader, in Form eines Absetzkippers, verfügt die Berufsfeuerwehr über ein weiteres System, welches aber unmittelbar vor der Ablösung steht. Das System wurde Anfang der 1980er Jahre eingeführt, und sollte als „leichtere“ Variante des mittlerweile etablierten Abrollsystems mit Haken gelten. Jedoch hat sich dieses Absetzsystem, auch bedingt durch eine mit den Jahren erhöhte Gefahrenlage in der Stadt, grundsätzlich überholt und wird nicht mehr weiter ausgebaut.

Ein Wechselladerfahrzeug (von ursprünglich drei) und einige Container stehen jedoch noch im Dienst der Feuerwehr, sollen laut Anschaffungsplan aber Ende 2011 durch ein neues WLF mit dem bewährten Hakenabrollsystem ersetzt werden.

Initiator und Anleitungslieferant war Maurice, besser bekannt als „steinlegoliath“ aus dem TS-Forum. Vielen Dank dafür. Er hat mir eine wunderbare Baumöglichkeit eines Absetzkippers gegeben, die bei mir so gar nicht im aktuellen Bauplanungen vorgesehen war. Natürlich passte ich das Modell meinen „Anforderungen“ (siehe Arbeitsstellenscheinwerfer, Feuerlöscher, Signalanlage, sowie andere Fahrgestellanbauteile) an, und zollte z. B. bei der Absetz-„Hydraulik“ dem Entwicklungsfortschritt neuer Teile entsprechend Tribut.

Für das MOC habe ich noch gleich einige weitere Container gebaut, die ich dann zu einem späteren Zeitpunkt genauer vorstellen werde.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 1x2er + 1x2er auf 1x4er Winkelplatte)

WLF

Ein weiteres Großfahrzeug in den Reihen der Flughafenfeuerwehr ist das sog. Wechselladerfahrzeug, kurz WLF genannt. Kostensenkungen machen auch vor den Spezialanforderungen einer Werkfeuerwehr nicht halt, und so beschaffte die Wehr 2002 zwei solcher WLFs, um lediglich nur eine Reihe verschiedenster Abrollbehälter, anstelle kostspieliger Sonderfahrzeuge vorzuhalten.

Diese WLFs mit geländegängigem Fahrgestell sind so ausgelegt, dass sie mit dem Abrollsystem der Berufsfeuerwehr kompatibel sind. Im Fall eines Großschadenereignisses somit ein unschätzbarer Vorteil. Sie werden aber auch im Falle der Flugzeugbergung eingesetzt, und können dazu mit speziell dafür beschafften Containern beladen werden.

Basis für das WLF ist einmal mehr das alte Set #6668 (Recycle Truck) von 1992. Das hat die TLG damals etwas wirklich Gutes geschaffen, das für ideal für solche Bauereien ist. Das Modell erhielt einen Komplettumbau mit einem neuem Kabinendesign, was sich vom Typ her locker an einen Actros anlehnen soll. Zudem sorgt eine rückwärtige Arbeitsstellenbeleuchtung für ausreichend Licht bei Dunkelheit, ferner bekam das neue WLF auch noch eine Anhängerkupplung.

Fahrgestellbasislänge: 14 Noppen (2x8er + 2x6er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

WLF mit Kran (4-Achser)

Das bereits angesprochene neue Großfahrzeug wurde rechtzeitig fertiggestellt konnte nun an die Berufsfeuerwehr Farnheim übergeben werden. Grund für die Beschaffung eines solches Großfahrzeugs in Kombination mit einem Ladekran, sind die Möglichkeiten der technische Hilfeleistung in kleineren Umfängen (z. B. Verkehrunfälle mit umgestürzten PKWs). Hierbei muss zukünftig nicht mehr der schwere Feuerwehr-Kranwagen ausrücken, sondern es kommt das neue WLF (mit AB Rüst?)  zum Einsatz. Durch die immer leistungsfähigeren Krane, die mittlerweile in das untere Leistungsspektrum herkömmlicher Kranfahrzeuge hineinreichen, können mittlerweile ohne Probleme das Ende eines entgleisten Straßenbahntriebwagens anheben und wieder zurück in die Schienen heben. Neben dem Arbeitsbereichs des universellen Arbeitsfahrzeugs ist es ferner im Großschadenfall für den Nachschub zuständig.

Technisch verhält es sich so, dass das vordere Achpaar und die letzte (Nachlauf)-Achse lenkbar sind. Der Motor, ein Turbodiesel, leistet 440 PS. Der Kran arbeitet im Bereich von bis 40 Metertonnen. Das Fahrzeug verfügt selbstverständlich über Allradantrieb, da es bei auch möglichen Zwischenfällen auf dem Flughafen zum Einsatz kommen kann.

Der eigentlich Grundaufbau dieses MOCs verlief recht unproblematisch und nicht erwähnenswert und einige Teile (Wechselladevorrichtung) aus dem alten “Recycle Truck”-Set (#6668) vervollständigen die typsche WLF-Funktion. Kniffelig hingegen wurde es beim Kran, da ich auch mehrere Optionen auf den Bau des Kranauslegers hatte, entschied ich mich allerdings für die Version aus dem Set des „Tow Trucks“ (#6423) aus dem Jahr 2000. Er hatte den Vorteil, dass die Teile bereits Rot waren, und er über einen detailreichen Kranhaken verfügte. Das eigentlich Komplizierte war allerdings, auf Grund der baulichen Konstruktion zwischen Fahrerhaus und Ladefläche, den Kran zum Drehen zu bekommen. Die eckige graue 2×2 Steinbasis des Krans ließ sich logischerweise, wegen des Platzmangels, nicht bewegen. Glücklicherweise ist die Fahrerkabine rückseitig offen, und so konnte ich den Krandrehteller entsprechend höher legen, bis sich der störrische, eckige Klotz endlich drehen ließ.

Dadurch, dass das Fahrzeug mit seinem Look und seiner Funktion eher ungewöhnlicher als die meisten restlichen Fahrzeuge ist, fällt diese Fotostrecke auch entsprechend üppiger aus… 😉

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x3er + 2x8er + 2x4er + 1x2er)

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.

Das neue WLF (Bauabschnitt 1)

Ich berichtete ja darüber, dass für besondere Aufgaben ein vierachsiges WLF in Arbeit sei. Nun ist das Fahrzeug in einem vorzeigbaren Zustand, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Da ich beabsichtige, dem Modell noch einen Kran zu verpassen, werden sicherlich die jetzigen Details über der zweiten Achse wohl wieder verschwinden – mal sehen…

Die Galerie musste aus Platzgründen entfallen.