AB-P (Pulver)

Sonderlöschmittel, dazu zählen sämtliche Arten von Löschmittel ausser Wasser, hielt die Feuerwehr vormals außschließlich in entsprechend motorisierter Form vor. Diese Art der Bevoratung war allerdings sehr teuer (Anschaffung, Unterhalt, Reparatur). Gerade Pulver-/Trockenlöschfahrzeuge, deren Löschmittel selten benötigt werden, standen sich eher kaputt. So ersetzte man die Fahrzeuge nach und nach gegen wesentlich wartungsärmere und günstigere Abrollcontainer. Dieser entstand sogar weitenstgehend in Eigenregie aus der Pulveranlage des alten TroLF 1500.

Ein weitere Umarbeitung stellt dieser Abrollbehälter dar. Paradoxerweise stellte mich die Verlängerung hier vor eine Denksportaufgabe. Da die Aufteilung der Beladung über die kürzere 8-Noppen-Länge noch tadellos funktionierte, hatte ich nun zuviel Platz. Pulvertanks, Gerätefach und Schnellangriff ließen sich nicht vergrößern und aufgrund der technischen Gegebenheiten bei seinen Vorbildern auch nicht beliebig platzieren. Also blieb nur die Lückenfüllung mit ein paar weiteren tragbaren Pulverlöschern. Nicht schön, aber wie sagt man doch gern: Viel hilft viel.

AB-S (Schlauch)

Für die Einrichtung einer umfangreichen Löschwasserversorgung über große Strecken stehen der Feuerwehr Farnheim zwei AB-Schlauch zur Verfügung. Beladen jeweils mit 2.000 m B-Schläuchen und diversen wasserführenden Armaturen.

Dieses Modell stellt eine Überarbeitung des alten Containers aus 2009 dar. Gewachsen in der Länge und versehen mit einer Konturmarkierung (soweit dies möglich war) sowie mehr Ausrüstung.

AB-SM (Schaummittel)

Der Hafen mit seinen großen Lagerkapazitäten für Waren aller Art birgt ein hohes Gefahrenpotenzial. Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu verheerenden Großbränden bekommen. Die macht die Vorhaltung eines hohen Schaummittelvorrats unungänglich. Daher hält die BF (neben den beiden Schaumtankfahrzeugen) auch zwei solcher Abrollbehälter mit je 5.000 L Mehrbereichsschaummittel aufgeteilt auf je zwei GFK-Tanks für alle Eventualitäten bereit. Diese beiden ABs sind der Fachgruppe Schaum zugeteilt.

Neu in der Überarbeitung auf eine Bodengruppenlänge von 10 Noppen ist auch der AB-Schaummittel. Für ihn optimierte ich den Vorgänger und staffierte den Umbau mit einigen weiteren Details, wie eine Konturbeklebung, größere Schaummitteltanks und eine neue heckseitig verbaute Pumpe aus.

AB-AS (Abrollbehälter Atemschutz)

Neu in Dienst gestellt wurde letzte Woche der AB-Atemschutz. Er bildet mit dem GW-Atemschutz und dem GW-Atemschutzwerkstatt eine einsatztaktische Einheit, die bei größeren Schadenladen große Mengen Atemluft für die Wehrfrauen und -männer nicht nur bereitstellen, sondern gebrauchte Masken und Technik warten und verbrauchte Flaschen vor Ort neu befüllen können. Integriert ist er in die Fachgruppe Atemschutz.

Bautechnisch bietet dieses Modell zwar keine Besonderheiten, jedoch gehören auch solche Gerätschaften zum technischen Umfang einer jeden Großstadtwehr. So basiert auch dieser Container auf der neuen 10-Noppen-Länge und fasst dadurch Atemschutz für
vier Minifigs.

AB-GB (Großbrand)

Besondere Gefahrenlagen erfordern die Vorhaltung von besonderem Einsatzgerät. 2013 beschaffte die BF dazu einen Abrollbehälter Großbrand mit dem 5.000 L Wasser und 1.000 L Schaumbildner im Einsatzfalle zur Verfügung stehen. Die Besonderheit dieses Containers ist die, dass er auch ferngesteuert betrieben werden kann. Aus Kostengründen entschied man sich für die Beschaffung eines Abrollbehälters, der in seiner Funktion und Ausstattung ein komplettes Löschfahrzeug ersetzen kann. Dennoch stehen mit dieser Löschalternative die herkömmlichen Löschfahrzeuge keineswegs vor ihrer Ablösung. Dazu ist das Trägerfahrzeug wiederum zu unhandlich in engen Stadtstraßen. Vielmehr soll er der AB, wie seine Namensgebung bereits verrät, vornehmlich bei Großbränden eingesetzt werden. Sei es aktiv in der Brandbekämpfung oder im Pendel- bzw. Verteilerverkehr in der Löschwasserversorgung.

Im Zuge der Aufmöblierung sämtlicher Abrollbehälter meiner Sammlung förderte ich auch diese Neuanschaffung zu Tage. Dadurch erhielt sein Vorgänger die Kündigung und wurde fachgerecht dem Teilebestand zusortiert. Ich setzte hierbei durch die kantige Modulbauweise auf eine zeitgemäßere Optik. Das Tankmodul verschmälerte ich auf nur drei Noppen, um seitlich eine gerippte Beplankung mittels 1x4er Fliesen zu erreichen. Einige wesentliche Details, wie Konturmarkierung, ein kleiner Monitor, Umweltbeleuchtung, sowie Pumpe und Schnellangriff komplettieren das MOC.

AB-R (Rüst)

Der Abrollbehälter-Rüst wurde beschafft, um bei umfangreichen Einsätzen technischer Hilfeleistung, die über das normale Maß hinausgehen, ein großes Spektrum an zusätzlichem Material zur Verfügung zu stellen. Auf ihm befinden sich weitere schwere hydraulische Rettungsgeräte und Hebekissen, sowie Werkzeuge aller Art, ein mobiler Generator, Ketten, Seile etc. Er kann zwar auch allein eingesetzt werden, da er wie ein mitunter wie ein Rüstwagen nach DIN 14555-3 ausgestattet ist, versteht sich aber als Ergänzung für die Fahrzeuge des Rüstzuges. Zugeteilt ist dieser AB der Fachgruppe Bergung.

Ich hatte überlegt, ob ich meiner Wehr nicht einen RW 3 spendieren sollte. Dies wäre bei einer 500.000+ Einwohnerstadt neben einem kleineren RW 2 (jeweils nach alter Normierung) durchaus plausibel, wenn man einen Blick in den Fahrzeugpark der Feuerwehr Düsseldorf wirft. Jedoch hatte ich mich zunächst für das Stadtsäckel „günstigere“ Anschaffung eines AB-Rüst entschieden. Die Unterteilung der Gerätefächer nahm ich mittels alter 1x4x3er Zugfenster vor, was jedem Fach eine schöne optische Trennung gibt. Auch kam vorn auch wieder ein montierter Lichtmast zum Einsatz. Die umfangreiche Beladung aus stilisierten Hebekissen, Ketten und Werkzeugen, sowie einem tragbaren Generator sorgen für das „greebelige“ Finish. Allerdings ist die Idee mit dem RW 3 noch nicht ganz vom Tisch.

AB-T (Tank)

Diesem Abrollbehälter fällt mit Beginn des Jahres eine neue Aufgabe zu. Während er vor der Revision auch für den Transport von Löschwasser vorgesehen war, dient er fortan ausschließlich dem (Ab-)Transport Gefahrstoffe aller Art. Sämtliche Armaturen, Ventile und Dichtungen der Pumpe sind entsprechend säure- und laugenfest ausgeführt und generalüberholt.

Als eine Weiterentwicklung eines altes Tanks versteht sich dieser Container. So wollte ich auf der verlängerten Basis den neu gewonnenen Platz auch mit weiteren Details füllen. Aber nicht nur das. So gestaltete ich den Pumpenbereich am Heck komplett neu, fügte zudem eine zeitgemäße Konturmarkierung hinzu, sowie entsprechende Vorrichtungen für Gefahrgutschilder bzw. sog. Kemler-Zahlen.