DLA (K) 70L (Drehleiter mit Korb und Lift)

Seit jeher beansprucht die Abteilung Technik für sich eine hohe Innovationsbereitschaft. Viele der Projekte davon wurden tatsächlich auch umgesetzt. An dieser Stelle seien nur das Drohnenprogramm oder die Autonome Löscheinheit (ALE 2000) genannt. Nun hat die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Brickladder Technologies GmbH in Steinfort eine neue 70 Meter-Leiter zur Serienreife entwickelt und testweise in Dienst genommen.

Diese Drehleiter, die sowohl mit einem Korb als auch mit einem Lift ausgestattet ist, ist die derzeit höchste weltweit. Die Entwicklung eines solch hohen aber robusten Hubrettungsfahrzeugs erfolgte unter Berücksichtigung der wachsenden Anzahl an Hochhäusern in deutschen Großstädten und steht dem konkurrierenden Markt der Teleskopmastbühnen gegenüber. Man will in diesem Segment jenseits der 30-Meter-Marke gerade mit günstigen Anschaffungs- und Betriebskosten gegenüber den technisch aufwändigen Gelenkbühnen punkten.

Die Testphase bei der Feuerwehr Farnheim ist derzeit auf zwei Jahre terminiert. Laut Brickladder Technologies liegen dem Unternehmen bereits zahlreiche Anfragen großer Feuerwehren auch aus dem europäischen Ausland vor.

Die Idee für einen Nachbau kam mir, als ich vergangenes Jahr auf der Interschutz in Hannover die tatsächlich höchste Drehleiter der Welt mit 68 Metern auf dem Stand von Magirus sah. Die imposante Erscheinung wollte ich auch in einem „Nachbau“ umsetzen. Gleichfalls sollte die Drehleiter auch über einen Lift verfügen, der auch (einigermaßen) funktional darstellbar sein sollte – das wäre sicher ein Novum.

Ein Menge Tüftelei nahm zudem das Abstützsystem in Anspruch. Es musste wesentlich üppiger ausfallen, um die Drehleiter vor dem Umkippen zu bewahren, gleichfalls musste es sich auch auch in die Fahrzeugsilhouette mit seinem Konturstreifen-Design integrieren lassen. Leider können die Stützen aus Platzgründen nicht mitgeführt werden. Naja, ich finde dies ist im Augenblick verschmerzbar. Vielleicht fällt mir dazu bei der nächsten Überarbeitung in ein paar Jahren ja etwas Schlaues ein.

Fahrgestelllänge: 19 Noppen (2x18er + 1x2er Platte)

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10 Gedanken zu “DLA (K) 70L (Drehleiter mit Korb und Lift)

  1. Thomas schreibt:

    unter K70L hätte ich ganz etwas anderes erwartet, und zwar ein ungeliebtes Stiefkind aus Salzgitter.

    Es freut mich, dass die Farnheimer Wehr endlich die Defizite aufgreift, nicht nur Kaufhaus-Fassaden, sondern auch deren Dächer erreichbar sind.

    Technisch und auch farblich wie immer bestens gelungen.

    • farnheim schreibt:

      Dank Dir, Thomas. Tja, leider kein VW, auch nicht als Kommandowagen. Aber eigentlich müsste die 30-Meter-Standardleiter auch schon bis zum Kaufhausdach heranreichen. Also, unter normalen Umständen…

      Da aber Dein Horten in allen Belagen etwas größer und höher ausfällt sollten die Farnheimer für einen möglichen Fall der Fälle in St. Augustin jetzt jedenfalls hinreichend gerüstet sein. 😉

  2. Lyse schreibt:

    Nicht schlecht, Herr Specht! Das macht ordentlich was her. Die Stützen sind wirklich sehr gut umgesetzt.

    • farnheim schreibt:

      Danke Dir. Nun, zu gerne hätte ich die natürlich mit auf dem Fahrzeug verstaut bekommen. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

      • Lyse schreibt:

        Da die Drehleiter eh nicht allein ausrücken wird (keine Ahnung, was die Ausrückeordnung vorsieht), kann man die ja in einem Rüstwagen oder dergleichen mitführen. Also alles halb so wild. 🙂 Wenngleich es natürlich schon ziemlich fetzig wäre, diese auf der Drehleiter selbst unterzubringen, da geb ich Dir voll und ganz Recht.

      • farnheim schreibt:

        In der Regel wird eine solche Leiter nachalarmiert und rückt tatsächlich alleine aus, wenn nicht aus der Einsatzmeldung gleich hervorgeht, dass etwas höheres als eine 30-Meter-Leiter benötigt wird. Naja, beim nächsten Upgrade kann ich das ggf. ändern. Mann braucht immer noch etwas Luft nach oben. 😉

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