ELW

Die Einsatzleitung der Flughafenfeuerwehr organisiert seit kurzem das Einsatzgesehen mit und von diesem Fahrzeug aus. Eigens dazu beschaffte die Werkfeuerwehr ein entsprechend groß dimensioniertes Fahrzeug mit Allradantrieb. Es ersetzt die beiden in die Jahre gekommenen Vorgänger, die zusammen eine Kommunikations- und Befehlseinheit bildeten. Mittlerweile müssen, dank technischer Entwicklungen und geänderter Einsatzanforderungen, selbst für komplexe Einsatzszenarien keine zwei dieser großen Fahrzeuge mehr vorgehalten werden. Dieser Umstand reduziert in erster Linie den Kostenfaktor und den Personaleinsatz enorm.

Das Fahrzeug selbst ist mit sämtlichen Kommunationsmöglichkeiten, wie Digitalfunk und digitalen Kurzzeitdokumentationen sowie GSM ausgerüstet. Die benötigte Energie wird über einen externen Stromerzeuger eingespeist. Ein im Fahrzeug verbauter Akku gewährleistet auch bei plötzlich auftretendem Spannungsausfall über mehrere Stunden weiterhin für eine reibungslose Kommunikation. Ferner helfen den Einsatzkräften Lagekarten, Auflistungen über besondere Objekte, Gefahrgutdatenbanken bei der taktischen Analyse, und zwei fest installierte Funkplätze sorgen für einen reibungslosen Kommunikationsablauf während des kompletten Einsatzzeitraums.

Um die Modernisierung der Flughafenwehr weiter voranzubringen und, um einen hochmodernen ICAO-Löschzug präsentieren zu können, fiel die Entscheidung, das Führungsfahrzeug zu erneuern. Heutzutage sind ja allradbetriebene Transporter mit langem Radstand und Hochdach die gängige Basis für solche Fahrzeugtypen. So auch in meinem (Modell-)Falle.

Fahrgestellbasislänge: 11 Noppen (2x10er Platte + 1×2 auf 1×4 Bracket)

Bauzug Typ Monorail

Die Bahn greift bei Instandsetzungen, Wartungen und Baumaßnahmen selbstverständlich auch auf schienengestützte Fahrzeuge zurück. Ein beim Bahnausbesserungswerk in Farnheim stationierter Bauzug vom Typ Monorail soll helfen, die Mannen mit ordentlich Hardware bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dieser Bauzug ist in drei Segmente aufgeteilt: Antriebseinheit, das Geräte- und das Maschinensegment.

(Meist) Fahrtrichtungsgebend ist das sog. Gerätesegment. Hierin sind zahlreiche Werkzeuge verladen. Ebenso befindet sich hier die gewaltige Stromquelle für die rein elektrisch betriebene Antriebseinheit. Das Herzstück jedoch ist das Maschinensegment. Auf ihm verlastet sind neben einem Brenner zur Verfüllung von Gleisfugen auch ein Bagger, mit dem Arbeiten am Erdreich links und rechts der Strecke vorgenommen werden können. Vorn und hinten an den Führerständen sind je eine Arbeitsplattform montiert, um Wartungsarbeiten an bspw. Signalen vornehmen zu können.

Da sich die nächste Ausstellung im Rahmen des MoRaSt nähert, und zeitgleich eine komplette Basis für einen weiteren Zug herumlag, konnte ich nun mein Vorhaben, einen dritten Zug zu bauen, in die Tat umsetzen. Nach meinem Rettungszug (rot) und meiner S-Bahn (weiß) sollte der neue Zug eine weitere Farbe bekommen. Was lag näher diesen in der klassischen Farbgebung alter Kommunalfahrzeuge erstrahlen zu lassen. Dabei kam mir der rote Batteriekasten sehr entgegen. Da es aber von offizieller Seite keine gelbe Motorabdeckung gab, musste ich kurzerhand mit etwas Gehirnschmalz selbst eine zusammenklötzeln.

Das Hauptaugenmerk liegt aber sicher auf dem dritten Waggon, der die Baumaschinen, wie einen kleinen, festinstallierten Bagger und eine große Was-passiert-dann-Maschine spazieren fährt. Arbeitsbühnen an Front und Heck komplettieren die Gestaltung.

Das feuerrote Spielmobil

Heute präsentiere ich zwar mal kein Feuerwehrmodell, aber rot ist es dennoch: das feuerrote Spielmobil. Einer meiner „Helden“ der Kindheit. Namensgeber für eine Kinderfernsehsendung, die von 1972 bis 1981 vom Bayrischen Rundfunk produziert und im Nachmittagsprogramm der ARD gesendet wurde. Im Vorspann kam das namensgebende Auto, ein umgebauter Opel Blitz, Baujahr 1962, vor, an welches ich mich für einen Nachbau heranwagte. Zuvor sei noch erwähnt, dass eben jenes Auto eine spannende Vergangenheit vorweisen kann, ehe es für das Opel-Museum zurück an den Platz gelangte, wo es vor 50 Jahren einst vom Band rollte.

Nach dem Ende der Produktion 1981 hatte ein Privatmann dem BR das Auto abgekauft und später für die Auswanderung nach Namibia mitgenommen. 2009 holte man den Blitz mithilfe der Redaktion einer deutschen Autozeitung weitestgehend unversehrt und im Orginalzustand nach Deutschland zurück. Das trockene Klima Südwestafrikas war dem Wagen offensichtlich recht gut bekommen.

Nun aber zum Modell. In 4wide Autos zu bauen, die dann noch einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen, ist alles andere als einfach (Cran kann das bestätigen). Was Thomas52xxx in der Vergangenheit schon in 6w schaffte, müsste doch auch kleiner gehen. Natürlich bleibt es nicht aus, hier und dort Abstriche in Kauf zu nehmen. Aber gerade das macht es aus. Die Basis bildet eine alte PKW-Plattform von 4×10 Noppen mit langem Radstand. Die große Beinfreiheit ist natürlich kein Allradantrieb, sondern der eher hochbeinigen Optik jenes Originals geschuldet. Die zahlreichen Dachaufbauten machen letztlich das Besondere des Fahrzeugs aus – sowohl beim Vorbild als auch beim Modell.

Dieses MOC sollte übrigens urspründlich ein neues Führungsfahrzeug für die Werkfeuerwehr Jade Öl AG werden. Tja, wie sich die Dinge während des Bauens ändern können.

Ach ja, die Aufkleber sind im Augenblick nur digital in die Fotos montiert.

Eine neue Optik ist wie ein neues Leben

Getreu dem – zugegebenermaßen etwas abgeänderten – alten Schlager von Jürgen Marcus aus den tiefsten 1970er Jahren, habe ich dem nun fünf Jahre alten Erschinungsbild meines Blogs auch mal ein Lifting verpasst. Das Gute daran ist, dass alles so bleibt, wie es war. Nur eben etwas zeitgemäßer. Im Nachgang werde ich noch einige Kleinigkeiten dem neuen „Theme“ anpassen. Ich hoffe, Ihr, liebe Leser, gewöhnt euch sich schnell daran und findet die Umstellung halb so wild…

In diesem Sinne, weiterhin viel Spaß beim Stöbern, Lesen, Betrachen und Nachbauen.

Was war, was ist, was wird – 5 Jahre farnheim.wordpress.com

Menschenskinder, wie die Zeit vergeht! Auf den Tag genau vor fünf Jahren hob ich diese Seite aus der Taufe. Damit ließ ich die Feuerwehr Farnheim als eine persönliche Reminiszenz an längst vergangene Modellbautage wiederauferstehen und verknüpfte sie fortan mit der wieder aufgeflammten Bausteineleidenschaft aus noch weiter entfernten Kinderheitstagen. Damals, an jenem 14. April 2009, als ich das erste Modell in die Weiten des Internets entließ, waren mein Steinevorrat und die dementsprechende Teileauswahl noch arg begrenzt. Zwar wuchs der Steinevorrat in der Folge kräftig an, aber mir der vermehrten Teilebevorratung steigen proportional auch die Ideengrößen für weitere Projekte. Insofern hat man auch heute noch mit zu wenig Steinen zu kämpfen. Der sehr geschätzte Zypper formulierte dieses Schlamassel einst sehr treffend: „Der Steinebedarf ist immer Steinbestand Minus 1“.

5Jahre04

Das erste vorgestellte MOC dieses Blogs. Damals präsentiert in noch bescheidenen Bildgrößen und einer sehr übersichtlichen Anzahl an Fotos

So waren die ersten MOCs – im heutigen Vergleich – noch recht detailarm, bautechnisch mehr als simpel und optisch erinnerten sie nur allzusehr an die alte „Classic Town“-Ära jener 1980er Jahre. Viele der anfangs entstandenen Modelle sind heute bereits wieder Geschichte, da sie durch weiterentwickelte Neubauten ersetzt und vor allem durch immer mehr Neuteile ergänzt wurden. Einige der Bauversuche erblickten erst gar nicht das Licht der Öffentlichkeit. Als die Berufsfeuerwehr Mülheim an der Ruhr ihre neue Feuerwache Ende September 2010 im Rahmen eines Tag der offenen Türs der breiten Öffentlichkeit präsentierte, kam auch ich zu meiner allerersten, wenn auch (in Lego-Kreisen) inoffiziellen, Ausstellung. Damals reichte ein über und über rotgefluteter Tisch ohne ausstellerische Struktur. Für die Kinder aber war’s ein Fest.

Für mich persönlich markiert mein bautechnischer Ausflug ins zivile Stadtleben im Jahr 2012 einen Wendepunkt bei dem Bau meiner Feuerwehrmodelle. Klingt komisch, ist aber so. Nach dieser thematisch schöpferischen Pause war ich bereit, meine Flotte umfassend zu modernisieren. Den Start der neuen Überarbeitungsphase markierte der Turbolöscher. Den neuen sog. „MOCs 2.0“ spendierte ich von nun an deutlich mehr Details und Funktionen, und inspiriert durch die im November des selben Jahres stattfindende „Fanwelt„, traute ich mich auch an filigranere und etwas knifferligere Bauweisen heran. Da die „Fanwelt“ gleichzeitig meine erste offizielle Austellung als AFOL war, nahm ich entsprechend viele Eindrücke, Inspirationen sowie neue Bekanntschaften mit Heim. Ich trieb meine Fuhrparküberarbeitung in den Wintermonaten weiter voran, in dem ich meiner Rettungsdienstflotte gleich auch ein komplett neues Farbschema verpasste. Aber am meisten beschäftigte mich im Ausstellungsnachgang das Monorail-Thema. Ich selbst, angetrieben durch einen Rettungseinsatz der Feuerwehr Farnheim auf der Fanwelt, verwirklichte ich über die Wintermonate eine Idee Zyppers einen MoRaSt-Rettungszug auf die Beine zu stellen. Zur Austellung „ABSolut Steinchen“ im Mai des darauffolgenden Jahres war es dann soweit. Er absolvierte dort offiziell seine ersten Runden.

Das Jahr 2013 war für mich das Jahr 1 der Ausstellungen. Ich nahm mit Sack und Pack beim 2. Berliner Steinewahn im Hochsommer und gegen Ende des Jahres auf der 10. Bricking Bavaria in München teil, und partizipierte dort an den jeweiligen MoRaStAnlagen. Zuletzt mit einem kompletten Modul.

Was war eigentloch noch? Cran lobte im Jahre 2010 auf 1000steine.de einen 80er Jahre Bauwettwerb aus, bei dem ich *hüstel* den zweiten Preis belegte. Er überreichte ihn mir mit den Worten, diese Übergabe doch bildhaft in einer kleinen Geschichte festzuhalten. Gesagt – getan. So entstand in der Folge und in lockeren Abständen eine illustre Reihe an heiteren Comic-Strips. Bei denen die Jungs der Wache Süd (einer Feuerwache im Süden der Stadt Farnheim) die Hauptrolle spielen und dabei allerlei Abenteuer erleben. Zwischendurch gab ich der mittlerweile eingestellten Seite fwnetz.de 2010 und retter.tv 2011 je ein Interview.

Ganz zu Beginn verstand ich mich zunächst mehr im Supern denn im Bauen von Modellen. Diese drei erblickten nie das Licht der Internetwelt.

Im Folgenden zwei Bilder, die nur zu gut veranschaulichen, wie sich in den vergangenen fünf Jahren die Modelle fortentwickelt und grundlegend geändert haben. Neben vielen Details kam auch ein einheitliches Fahrerhausdesign hinzu, um den Modellen mehr optische Substanz zu verleihen. Interessanterweise wuchsen die Modelle mit der Zeit vor allem in der Länge. Mitunter auch in der Breite, ohne aber die klassische Baubreite von 4  Noppen je verlassen zu haben.

Ein weiteres, sehr aussagekräftiges Beispiel, wie sich Fahrzeugtypen über die Jahre geändert haben, ist das Kranwagen-Projekt. Unter damaligen Aspekten, anno 2009, war der erste Kran sicher eine kleine bautechnische Herausforderung. Der Aufwand und hineingeflossene Hirnschmalz in seinen Nachfolger 2014 war aber ungleich höher.

Für Ausstellungen kreierte ich eigens einen kleinen Flyer für die Besucher, die sich damit ein Stück meiner Modelle mit heimnehmen konnten, um sich anschließend nochmals am Computer und in aller Ruhe die MOCs anzuschauen (Hier gibt es übrigens das PDF zum Download).

Das war das, was war. Im Großen, wie im Ganzen. Aber was ist, und – vor allem – was kommt? Nun, beim Blick in die Glaskugel ist zunächst sicher, dass noch weitere Ausstellungsteilnahmen folgen. Und wer möchte, kann meine Modelle vor Ort ausgiebig in Augenschein nehmen. Natürlich freue ich mich dabei auf einen kleinen Plausch. Die erste Austellung des neuen Jahres erfolgt Ende Mai beim „Absolut Steinchen“ in St. Augustin, und wenn sich tatsächlich gegen Ende des Jahres eine erneute Fanwelt abzeichnen sollte, dann sicher auch noch da. Und dazwischen findet sich sicher auch noch Zeit für öffentliche Präsentationen. Zudem ist das Buchprojekt, auch wenn es hierzu derzeit keine neuen Informationen zu vermelden gibt, weiterhin in der Mache. Ebenso plane ich, da mein Bestand an Flyern arg zur Neige geht, diesen zu überarbeiten und neu aufzulegen.

Die stetig wachsende Leserschaft meines Blogs durfte sich in all den Jahren mehrmals pro Monat an neuen Artikeln erfreuen. Lediglich der März und der Juni 2012 blieben als artikellose Lücken in der ansonsten sehr regelmäßigen Historie zurück. Ich reicherte die Artikelvielfalt vermehrt mit echten Feuerwehrmeldungen aus meiner Heimatstadt und ihrer Umgebung an, analysierte einige Materialschlachten bei jüngeren Großbrandereignissen, rezensierte und philosophierte über alte Sets und ergänzte all dies mit interessanten Links zum städtischen Lego-Thema aus dem Internet. Dennoch gaben und geben die Roten aus Farnheim stets den Ton an und sind hier mein sprichwörtlich roter Faden – auch in den kommenden 5 Jahren.

Schaumtankfahrzeug – STF 6000

In den Reihen der Werkfeuerwehr Jade Öl AG befindet sich seit kurzem dieses Schaumtankfahrzeug. Der Umstand, wie es zu diesem Fahrzeug letzlich kam, ist tragisch aber durchaus interessant. Der Aufbau samt Tank war vorher auf einem anderen, etwas älteren Fahrzeug montiert. Leider verunfallte dies jüngst auf einer Alarmfahrt zu einem Großbrand im Hafen mit dem Auftrag, den Kollegen der städtischen Feuerwehr Unterstützung zu leisten. Glücklicherweise verletzten sich die Einsatzkräfte nur leicht, allerdings erlitten dabei das Fahrerhaus sowie das Fahrgestell solch strukturelle Schäden, dass eigentlich ein neues Fahrzeug beschafft werden musste, was jedoch aus Kostengründen keine Option darstellte. Die Wahl fiel entweder auch ein Containerchassis für das Wechselladersystem oder die Ersatzbeschaffung eines gebrauchten LKW-Fahrgestells. Zufälligerweise konnte ein entsprechendes Fahrzeug schnell gefunden und kostengünstig finanziert werden. Sämtliche Umbauten, die Reparaturen am Aufbau und Tank, sowie die weitere Ausstattung übernahmen die Kollegen der Zentralwerkstätten der Berufsfeuerwehr Farnheim in Kooperation ihrer Kollegen der Raffineriefeuerwehr. Die wesentlichen feuerlöschtechnischen Merkmale sind ein 6.000 L fassender Schaummitteltank samt Zumischer. Da das Fahrzeug am Heck lediglich über Schaumentnahmemöglichkeiten, und damit die Einspeisung in das Löschnetz verfügt, dabei aber keine eigene Fahrzeugpumpe besitzt, versorgt es im Einsatzfall gleich mehrere Löschfahrzeuge, die damit in der Lage sind, einen großangelegten Schaumangriff vornehmen zu können.

Solch ein Modell ist für mich ein typischer Sonntagnachmittagsbau. Man beginnt ohne große Vorstellung irgendetwas zusammenzusetzen und lässt sich treiben. Die dabei entstehenden Ideen nehmen alsbald konkretere Formen an, und nach und nach entsteht ein vollkommen neues MOC. Während der Bauphase werden immer wieder Bereiche auseinander genommen und abgeändert, um sie zu optimieren und mit weiteren Details zu versehen. Man probiert dieses. Man probiert jenes. Und schließlich ist es vollbracht. Hierbei wollte ich mal eine neue Tankform ausprobieren. Was als Auflieger-Idee begann entpuppte sich schließlich als diese vorgestellte Variante. Auch hierbei versuchte ich wieder eine Vielzahl an Details am Modell unterzubringen, seien es die seitlichen Markierungsbeleuchtungen, die auf dem Aufbaudach montierten Schläuche, das Schwerschaumrohr, der Antriebstrang, oder einfach das Farbkonzept der Werkfeuerwehr.

Fahrgestellbasislänge: 12 Noppen (2x10er + 2x2er Platte)