Allgemeines zur Feuerwehr Farnheim

Wie in den anderen Städten Deutschlands üblich, ist auch in Farnheim das stätische Amt 37 für die Belange der Feuerwehr zuständig. So hört es auf den etwas sperrigen Namen Amt für Gefahrenabwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. In dem folgenden Organigramm präsentieren sich einzelnen Fachbereiche in aller Übersichtlichkeit.

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TLF 4000

Das Fahrzeug mitsamt seiner kompletten Beladung

Die Abteilung Technik beschaffte als Ersatz für ein altes TLF 24/48 aus dem Jahr 1999 ein neues TLF 4000. Die europaweite Ausschreibung konnte die Klotzbacher Feuerlöschgerätefabrik für sich entscheiden. Ein lukrativer Job, denn das Baulos sieht die Neubeschaffung von insgesamt 5 Fahrzeugen dieses Typs bis 2020 vor. Diesem Fahrzeug wurde nach ausdrücklichen Wunsch u. a.  mit einem Lichtmast ausgestattet. Aufgrund seiner speziellen Farnheimer Zusatzbeladung mit Generator, Motorsäge, Trennschleifer kann es auch für kleine technische Hilfeleistungen eingesetzt werden. Das erste Fahrzeug seiner Art wird zunächst auf der Feuerwache 3 (F13), der sog. „Hafenwache“ im Westerwede stationiert.

Eigentlich ist dieses Modell lediglich ein gründliches „Make over“ des alten TLF 24/48-SL dessen Proportionen mir nie recht passen wollten. Und so nahm ich nach 2009 und 2013 nun dritte Evolutionsstufe in Angriff. Das Modell wurde umfangreich renoviert. Es bekam eine neue Kabine und einen angepassten Aufbau spendiert, bei ich den heckseiten verbauten Schnellangriff aufgab und ihn in den vorderen Teil des Fahrzeuginneren verlegte. Auch den Dachwerfer konstruierte ich komplett neu und schmückte das Modell mit allerei zusätzlichen Details aus. Dazu zählen neben Gerätekästen zwischen den Achsen, eine neue, größere Bereifung, eine Heckwarneinrichtung detaillierte Wasser- und Schaumabgänge, sowie eine optimerte „Blaulichtanlage“.

Fahrgestellbasislänge: 13 Noppen (2x10er + 2x2er Platte + 1x4er Bracket)

Feuerwehr-Doku im WDR-Fernsehen

Heute Abend startet um 20:15 Uhr eine neunteilige Dokumentationsreihe „Feuer & Flamme“ über die alltägliche Arbeit der Feuerwehr Gelsenkirchen im WDR-Fernsehen. Dabei liefern sog. Bodycams unmittelbare Eindrücke von den Geschehnissen, inkl. Funksprüchen.

Es entstand über einen Zeitraum von fünf Monaten eine hochspannende Dokumentation aus insgesamt 1.000 Stunden Material, die die Geschehnisse an den Einsatzorten mit bis zu 20 Kameras gleichzeitig aufzeichneten.

Das Nachrichten-Portal Der Westen berichtet heute ausführlich darüber.

KdoW (Kommandowagen)

Schau an, schon wieder etwas neues

Dieser Kommandowagen stellt ein Novum in der Beschaffungshistorie dar: Ist er doch das erste vollelektrische Einsatzfahrzeug im Pool der Berufsfeuerwehr. Dieses E-Auto, ein Volta iMPULS-E, verfügt über einen 85 kWh-Lithium-Ionen Akku, der pro Akkuladung über eine durchschnittliche Reichweite von 535 km verfügt. Zudem können die Akkus an einem speziellen Fastcharger (Schnellladegeät) innerhalb von 75 Minuten voll aufgeladen werden. Mittels einer sog. Nutzbremse wird bei Bremsvorgängen Energie rekuperiert. Mit einem Eletromotor pro Rad ausgestattet verfügt dieses Fahrzeug automatisch über Allradantrieb. Als herausstehende Ausstattungsmerkmale seien Voll-LED-Scheinwerfer und ein sog. HEPA (High Efficiency Particulate Air) Schwebstofffilter, der Schadstoffe aus der angesaugten Luft für den Innenraum kleiner als 1 µm herausfiltert. Geheimhin
können damit Bakterien, Viren, Aerosole, Stäube und Rauchpartikel ausgefiltert werden. Zudem sorgen ein Autopilot und ein digitales Bremssystem für aktive Fahrsicherheit. Damit hält das Fahrzeug selbsttätig die Spur und bremst, gerade bei Not- und Gefahrensituationen, mit maximaler Wirkung automatisch.

Die Cockpitscheiben aus den Speed-Champions-Sets (oder die Frontscheiben der orangefarbenen Straßenbahn) waren gewissermaßen die Initialzündung für das Modell. Da ich mir zudem auch einige der neuen, abgeschrägten 1×2 Slopes (links und rechts) in rot besorgte und gleichzeitig Bilder des neuen Speed-Champion-Set des McLaren 720 S mit seiner interessanten Scheinwerferumsetzung zu Gemüte führte, entstand ein der modernes, aerodynamisches Fahrzeug mit einer Menge Raum in Inneren. Ungewöhnlich war die Montage, die sich diesmal von oben nach unten vollzog.

Der untere Teil der Karosserie ist eher klassisch (Türen und Kotflügen) in Kombination mit Hingeplates an Front und Heck. Natürlich durften auch hier die gelben Konturmarkierungen nicht fehlen. Das Fahrgestell bildet eine PKW-Basis in 4×10 Noppen mit langem Radstand.

Fahrgestellbasislänge: 10 Noppen (4x10er PKW-Basisplatte mit langem Radstand)

DLA (K) 70L (Drehleiter mit Korb und Lift)

Seit jeher beansprucht die Abteilung Technik für sich eine hohe Innovationsbereitschaft. Viele der Projekte davon wurden tatsächlich auch umgesetzt. An dieser Stelle seien nur das Drohnenprogramm oder die Autonome Löscheinheit (ALE 2000) genannt. Nun hat die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Brickladder Technologies GmbH in Steinfort eine neue 70 Meter-Leiter zur Serienreife entwickelt und testweise in Dienst genommen.

Diese Drehleiter, die sowohl mit einem Korb als auch mit einem Lift ausgestattet ist, ist die derzeit höchste weltweit. Die Entwicklung eines solch hohen aber robusten Hubrettungsfahrzeugs erfolgte unter Berücksichtigung der wachsenden Anzahl an Hochhäusern in deutschen Großstädten und steht dem konkurrierenden Markt der Teleskopmastbühnen gegenüber. Man will in diesem Segment jenseits der 30-Meter-Marke gerade mit günstigen Anschaffungs- und Betriebskosten gegenüber den technisch aufwändigen Gelenkbühnen punkten.

Die Testphase bei der Feuerwehr Farnheim ist derzeit auf zwei Jahre terminiert. Laut Brickladder Technologies liegen dem Unternehmen bereits zahlreiche Anfragen großer Feuerwehren auch aus dem europäischen Ausland vor.

Die Idee für einen Nachbau kam mir, als ich vergangenes Jahr auf der Interschutz in Hannover die tatsächlich höchste Drehleiter der Welt mit 68 Metern auf dem Stand von Magirus sah. Die imposante Erscheinung wollte ich auch in einem „Nachbau“ umsetzen. Gleichfalls sollte die Drehleiter auch über einen Lift verfügen, der auch (einigermaßen) funktional darstellbar sein sollte – das wäre sicher ein Novum.

Ein Menge Tüftelei nahm zudem das Abstützsystem in Anspruch. Es musste wesentlich üppiger ausfallen, um die Drehleiter vor dem Umkippen zu bewahren, gleichfalls musste es sich auch auch in die Fahrzeugsilhouette mit seinem Konturstreifen-Design integrieren lassen. Leider können die Stützen aus Platzgründen nicht mitgeführt werden. Naja, ich finde dies ist im Augenblick verschmerzbar. Vielleicht fällt mir dazu bei der nächsten Überarbeitung in ein paar Jahren ja etwas Schlaues ein.

Fahrgestelllänge: 19 Noppen (2x18er + 1x2er Platte)

WLF (Wechselladerfahrzeug)

Mit Beginn des neuen Jahres konnte die Abteilung Technik ein neubestelltes WLF beim Hersteller abholen. Jetzt, nach einigen Monaten interer Vorbereitungen und der Fahrerausbildung, konnte das Fahrzeug in Dienst genommen werden. Das Besondere an dem Fahrzeug ist seine Achskonfiguration. Die Drillingsachse, sowei die letzte als Nachlaufachse fungiert, sorgt insbesondere bei schweren Lasten, sprich einigen speziellen Containern, für eine bessere Gewichtsverteilung bzw. -entlastung und eine damit einhergehende Verbesserung der Fahreigenschaften. Die Fahrzeugbasis bildet ein „Spacestar“ FL.3648 8×6 R29 der Brickmarscher Automobilwerke.

Als ideengebende Vorbilder fungieren zwei baugleiche Wechsellader, die mit eben jener Achskonfiguration seit 2016 bei der BF Essen im Einsatzdienst stehen. Wer beim Modell genau hinschaut, erkennt, wie auch bei den Wechselladern zuvor, unterschiedliche Felgen. Die Felgentypen der Achsen 2 und 3 sind andere, als die der ersten und letzten Achse. Damit sollen Zwillingsbereifungen angedeutet werden und sich gleichermaßen visuell von den singleereiften Achsen 1 und 4 abheben. Zu guter Letzt orientiert sich das Kabinen-Design an bereits in Dienst gestellten WLFs.

Fahrgestellbasislänge: 16 Noppen (2x16er Platte)

PLA 250 (Pulverlöschanhänger)

Selbst wenn heutige Tanklöschfahrzeuge mit 250-kg-Pulverlöschanlagen auszustatten sind, verzichtet die Farnheimer Wehr dennoch nicht auf den guten, alten Pulverlöschanhänger. Zwar befindet sich dieser mittlerweile in Diensten der Freiwilligen Feuerwehr, aber dennoch wird er häufig bei Großbränden herangezogen.

Der kleine Anhänger stand bereits eine ganze Weile auf meiner To-Do-Liste. Jedoch fehlte mir bislang die Muße, ihn auch steinreich umzusetzen. Aber letztlich fehlte mir immer auch noch eine Antwort auf die Frage, ob ein solcher Anhänger in das Konzept meiner Großstadtwehr passt. Nun, ja! Diese kleine MOC ergänzt die eher überschaubare Anzahl Anhänger. Dennoch zählt dieser immer noch zu vielen Fuhrparks (auch größerer) deutscher Feuerwehren. Das Modell verfügt über sämtliche, wenn auch abstrahierte Merkmale: seitliche Kästen, die die Angriffsschläuche aufnehmen, das Bedienschild der Pulveranlage sowie ein entsprechendes Treibgasbehältnis. Er verfügt sogar auch über die bekannte Konturbeklebung der städtischen Feuerwehr.