DLA (K) 26/12

Kürzlich konnte die neu ausgelieferte Drehleiter der Flughafenfeuerwehr Farnheim, der FAirport AG, in Dienst gestellt werden. Sie ersetzt ein altes Expemplar, dass zuletzt durch zuviele technische Defekte nur noch bedingt einsatztauglich war. Der Nachfolger nun verfügt über singlebereiften Allradantrieb (wie nahezu alle Fahrzeuge der Flughafenwehr) der von einem leistungsstarken Turbodiesel, der 353 kW (480 PS) leistet, angetrieben wird. Als Besonderheit ist der Leiterpark am vorderen Ende abneigbar, was besonders bei der verwinkelten Flughafenbebauung zu verbesserten Einsatzmöglichkeiten verhilft. Der Leiterpark reicht ausgefahren bis in 33 Metern Höhe. Die Bezeichnung 26/12 bedeutet, dass gegenüber der bekannten Typisierung 23/12 eine um drei auf insgesamt 26 Metern vergrößerte Arbeitshöhe bei gleicher Traglast und Abstützungsbreite von 12 Metern. Ähnliche Fahrzeugtypen sind Ende letzten Jahre an die Feuerwehr Hamburg geliefert worden.Die neue Drehleiter stellt ein Novum dar. Sie verfügt als erstes Fahrzeug dieser Art über einen 5-Noppen-breiten Aufbau. Als ich kürzlich die Zeile schrog: „Ich scheue mich zunächst noch vor einem Umbau“, war das zwar richtig, da es sich dabei um die Drehleitern der Berufsfeuerwehr drehte. Jedoch war jener niedergeschriebener Auslöser, das Projekt 5w-Drehleiter schlussendlich anzugehen. Also entschied ich mich dafür, ein komplett neues Fahrzeug zu bauen. Und da aktuell viele der Flughafenfahrzeuge eine Überarbeitung erfahren/erfuhren, warum nicht auch gleich eine neue Drehleiter für den Airport?

Also startete ich direkt mit Aufbau, genauer gesagt mit dem Geräteaufbau hinter dem Fahrerhaus. Dieser sollte den aktuell gültigen Vorbildern entsprechend über ein großes Gerätefach verfügen, daher auch die Sonderform der „Jalousie“-artigen Abdeckung mittels Fliesen. Der komplette Fahrzeugufbau ließ sich dann relativ schnell komplettieren und in der Länge ausloten. Auch die Fixierung auf dem Chassis mittels Jumpern stellte kein Hexenwerk dar. Kniffelig wurde es in der Baugröße jedoch mit der darstellbaren und vor allem funktionstüchtigen Abstützung. Hier musste schließlich ein Kompromiss dafür sorgen, dass die DLK sowohl fahrbar ist als auch mit der ausgefahrenen Abstützung dargestellt werden kann. Der Kompromiss sieht vor, dass das vordere Abstützungspaar im Fahrmodus unter dem Fahrzeug Platz findet, das hintere nur zum Teil – der Rest muss also gesondert mitgeführt werden. Nicht optimal, aber eine bessere Lösung habe ich derzeit (noch) nicht. Das Farbschema stellt indes keine Besonderheiten dar und orientiert sich an den zuletzt vorgestellten Fahrzeugen. Einige Details, die man den Fotos entnehmen kann, vervollständigen das Fahrzeug.

Etwas Trivia zum Schluss: Tatsächlich benötigte ich insgesamt vier Tage à mehrere Stunden, um das Modell fertigzustellen.

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TLF 30/50 4.0

Alte und neue Generation

Im Zuge der stetigen Modernisierung des Fahrzeugparks konnte die Branddirektion Farnheim zwei weitere Fahrzeuge des bereits etablierten TLF 30/50-SL beschaffen. Eines steht von nun an auf der neuen FW 6 im Dienst. Das zweite wurde aufgrund eines aktualisierten Bedarfsplans infolge des Dürresommers 2018 beschafft und wird als Springer-, Reserve- und Ausbildungsfahrzeug genutzt und ersetzt das alte TLF 24/48 der FRW 5 (F15 – Lohstedt), welches widerum der Freiwilligen Feuerwehr überstellt wird und dort ein 22 Jahre altes TLF 16/24-Tr. ablöst.

Mit der Fertigung der Fahrzeuge wurde erneut das Unternehmen BrickFire aus Studgart betraut und, neben 5.000 Litern Wasser, 500 Liter Schaummittel und 250 kg Pulver, auch eine CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System) verbaut. Die Pumpe leistet 3.000 L/Min. bei 10 bar. Aufgrund des taktischen Einsatzzwecks im Gelände verfügt das Fahrzeug in der neuen Generation über Portalachsen, Allradantrieb und Singlebereifung. Um genügend Leistungsreserven insbesondere im Gelände zu haben, entschied sich die Abteilung Technik für eine stärkere Basis-Motorisierung mit 324 kW (440 PS). Da es auch als Waldbrandlöschfahrzeug eingesetzt wird, ist es auch für den „Pump and Roll“-Betrieb, also das Löschen während der Fahrt, geeignet.

Die beiden neuen TLFs

Die Verbreiterungsumbauten gehen auch bei den etablierten Modellen weiter. Nun habe ich den seit Herbst 2014 im Bestand stehenden Tanklöschfahrzeugen eine Aufwertung in einer Aufbauverbreitung spendiert. Ich war versucht, die existente Silhouette weitestgehend zu erhalten. Was vielleicht nur ansatzweise gelang. Was aber nicht schlimm ist, denn zugunsten neuer Ausgestaltungsmöglichkeiten wuchs der Aufbau nicht nur in der Breite um eine, sondern auch in der Länge um zwei weitere Noppen. So habe ich am Heck einen funktionalen Pumpenstand realisiert, dessen Geräteraumverschluss nun bündig mit dem Fahrzeugheck abschließt. Gleichzeitig erhielt das Modell etliche neue Details, wie seitliche Abgänge, ein paar sichtbare Chassisanbauteile sowie einen Lichtmast. Bis auf die Drehleiter, vor dessen Umbau auf 5w ich mich noch ein wenig scheue, sind nun alle betreffenden Fahrzeuge im aktuellen Löschzug (nach AAO) an das neue Größenverhältnis angepasst.

10 Jahre Feuerwehr Farnheim auf WordPress

Der Löschzug im Jahr 2019

Heute genau vor zehn Jahren ging der erste Blogeintrag hinaus in die Welt. Die Feuerwehr Farnheim startete ihre Online-Präsentation und durchlebte bis heute eine wandlungsreiche Entwicklung. Die ersten Modelle erschienen noch hochklassisch in strikter 4er-Noppen-Breite. Viele alte Bauteile ergänzten die Modelle und ließen das Gesamtbild von einem einheitlichen Fahrzeugpark noch gänzlich vermissen. Erst mit den Jahren folgte zunächst ein neues Farbschema für die Rettungsdienstfahrzeuge, dann, Anfang 2011, ergänzte die gelbe Konturmarkierungen die Feuerwehrfahrzeuge. Später war farblich auch etwas Experimentelles darunter zu finden. Und zuletzt wuchsen die Aufbauten, insbesondere bei LKW auf fünf Noppen. Für eine besseres Größenverhältnis zu den kleineren PKWs.

Heute ist die städtische Feuerwehr mitsamt der FF zu einer modernen Großstadtwehr herangewachsen. Zudem schlagkräftig unterstützt von einer Flughafen- und einer Werkfeuerwehr bei täglichen Gefahrenabwehr.

Sonderlöschmittelfahrzeug aus 2009

Kleineinsatzfahrzeug aus 2009

Auch das aktuelle Zeitgeschehen griff der Blog auf. Etwa als im April 2011 ein gewaltiges Erdbeben Japan erschütterte und im Atomkraftwerk Daichi in Fukushima für eine folgenschwere Kernschmelze sorgte. Oder als sich 2016 die verheerenden Terroranschläge vom 11. September zum 15. Mal jährten. Aber auch erfreuliches nahm sich die Feuerwehr Farnheim zum Thema: Etwa als die deutsche Fußballnationalmannschaft 2014 in Brasilien Weltmeister wurde.

Was noch? Es gab Comics, ein umfangreiches Städtebauthema, Berichterstattungen von besuchten Ausstellungen, spektakuläre Einsätze, die Geschichte Farnheims und ihrer Feuerwehr zum Nachlesen, die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der Feuerwehr, ein Stadtlogo, ein Organigramm, Vorstellungen alter LEGO-Sets, reale Blaulichtthemen und Einsatzberichte und vieles, was sonst noch zum Thema LEGO® und Feuerwehr passte.

Zusammengefasst sammelte sich viel an in den vergangenen zehn Jahren. Vor allem viel Spaß. Bleiben wir gespannt, was die kommenden zehn Jahre für die Feuerwehr Farnheim bereithalten werden.

Farnheimer Fahrzeuge bald als Classic-Serie erhältlich

Mal etwas in eigener Sache. Vor einem halben Jahr erhielt ich völlig überraschend eine E-Mail aus Billund, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht zu einer Kooperation einer noch nicht näher zu nennenden neuen Set-Serie für den eher AFOL bereit wäre. Man wünsche sich eine Unterstützung bei einem etwas realistischeren Fahrzeugbau. Man habe sich mehrere Vertreter genau anschaut und anscheinend haben meine Modelle mit ihrer Kombination aus neuen Bauteilen und Farben in klassischer Optik die Designer überzeigt. Nach einigen E-Mails, Telefonaten und einem Besuch vor Ort wurden wir uns letztendlich handelseinig.

Und exklusiv darf ich nun nicht ohne etwas Stolz und mit offizieller Erlaubnis soviel vorweg nehmen, als dass im Sommer eine neue, sehr klassisch orientierte Themenserie erscheinen wird. Eine deutlich umfangreichere Verlautbarung behält sich natürlich TLC vor und soll in Kürze erfolgen. In der ersten Welle werden sich vielleicht auch schon einige Feuerwehrfahrzeuge darunter befinden. Evtl. sogar ein oder zwei Modelle, die den Farnheimer-Vorbildern verdammt ähnlich sehen.

Unglaublich: Für einige Bauteile sollen sogar alte Formen bemüht werden. Und NEIN, Altgrau erfährt keine Renaissance!

So, welches Fahrzeug wird’s?

Oder doch keines der dreien? Warten wir es ab…

UPDATE: Natürlich war diese Geschichte völliger Nonsens und ein April-Scherz. Zum nächsten Jahr muss ich aber noch einmal die Verschlagwortung überdenken. Danke Thomas…

KEF – Kleineinsatzfahrzeug

Für kleine und Kleinsteinsätze verfügt die Flughafenfeuerwehr, ebenso wie die städtischen Kollegen, über ein sog. KEF, um nicht gleich immer mit dem großen Besteck anzurücken. Mit ihm bewältigt die Wehr alle Einsatz-Kleinigkeiten, wie das Abstreuen von ausgelaufenden Betriebsmitteln, Kleinstbrände vom Schlage eines brennenden Mülleimers oder technische Hilfe von geringem Umfang., wie das Öffnen von Türen. Wie alle Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr verfügt auch dieser Kleintransporter über einen hochstelzigen Allradantrieb.

Dieses Modell bietet tatsächlich, trotz seiner gewöhnlichen Optik, einige Besonderheiten. Zunächst kamen für die Form des Hochdaches die jüngst über den Kundendienst bezogenen neuen Bauteile zum Einsatz. Leider weisen die Bauteile für Stirn- und Rückseite nicht dieselbe Rundung auf wie die Seitenteile. Die Radien unterscheiden sich gerade im Übergangsbereich zum Dach minimal. Durch die Blaulichbalken fällt dies aber kaum auf. Die mit einer angedeuteten A-Säule bedruckte Windschutzscheibe aus dem MINI-Set der Speed-Champions-Reihe bietet optisch ein gewisses Etwas. An der Fahrzeugfront setzte ich für die Kühlergestaltung die neuen 1×1 Snotsteine mit vorderer und seitlicher Noppe ein. Dadurch war es möglich die Scheinwerferkäseecken mitsamt der Frontblitzer anders – seitlich – anzuordnen. Und statt der typischen Niederquerschnittsreifen, die für gewöhnlich auf diesen Felgen sitzen, habe ich die dicken PKW-/Rennwagen-Walzen aufgezogen. Ein wenig Kraftanstrengung und schmerzende Fingerkuppen muss man aber dafür in Kauf nehmen. Das zweifarbige Farbschema und eine entsprechende einsatzspezifische Beladung komplettieren das neue MOC.

TroLF 750

Ein kompaktes, aber wichtiges Löschfahrzeug, war zu seiner Zeit, sprich während seiner Dienstzeit in den 1990er Jahren, das TroLF 750. Die Flughafenfeuerwehr beschaffte es vornehmlich als erweiterte Löscheinheit für den Gebäudebrandschutz. 2009 wurde es an den Sportflughafen Westerau-Jeester verkauft.

Als ich (mal wieder) das weltweite Netz nach Anregungen durchstöberte, fiel mein Blick unweigerlich (erneut) auch auf den lettischen Modellbauer de-marco. Unter seinen hervorragenden Kreationen befand sich eben auch dieses Kabinendesign, welches ich nachbaute und dem ich hintendran einen kompakten Aufbau spendierte. Modellbauerisch bietet der Aufbau keine modellbauerischen Rafinessen, aber er bietet Platz für alle wichtigen Dinge, die einen solchen Fahrzeugtypen ausmachen: Pulvertank, Druckbehälter, Schnellangriff, Dachwerfer und Bedienfeld. Das Ganze im für die Flughafenfeuerwehr bekannten zweifarbigen Lackkleid.