# 6541 – Intercoastal Seaport (1991)

In schöner (Un-)Regelmäßigkeit geraten neben all den actionbeladenen und blaulichtgeschwängerten Themen auch die etwas ruhigeren Spielewelten rund um Town bzw. City in den Fokus. So war 1991 bspw. ein gutes Jahr für die Schifffahrt (die mit den drei F), denn es  erschienen nicht weniger als fünf entschleunigt-maritime Bau- und Spielsets. Wer übrigens das Paradisa-Subthema hinzurechnet, kommt sogar auf zwei weitere. Zugegebenermaßen brachte LEGO® mit der #6540 – Pier Police und dem #6353 – Coastal Cutter auch das Blaulicht aufs Wasser.

Teure Sets sind heutzutage Gang und Gäbe, jedoch vor zwanzig Jahren meinte LEGO® es beinahe schon zu gut mit denjenigen, die ordentlich Geld für LEGO®-Sets locker machten konnten, denn allein in jenem Jahr waren gleich zwei große Schiffs-Bausets im Programm, die sich übrigens wunderbar ergänz(t)en.

Hier und jetzt soll vom kleineren der beiden großen Sets die Rede sein. Wie der „Coastal Cutter“ ging mir auch dieses Set aus einer Sammlungsübernahme zu. Der größtenteils zerlegte Bausatz war über weite Strecken in einem sehr bemitleidenswerten Zustand. Dreck, Staub und der Zahn der Zeit nagten viele Jahre still an ihm. Nachdem nun endlich alle notwendigen Teile wiedergefunden wurden und eine ausgiebige aber schonende Reinigung mit Seifenwasser und Bürste ihn vollends aus seinem Dornröschenschlaf holte, erstrahlt er von nun an wieder in seiner vollkommenen, ursprünglichen Pracht. Manche Teile zeigen zwar bereits erste Anzeichen leichter Vergilbung, jedoch sind sie dennoch in der Summe dafür in einem sehr gut erhaltenen Zustand. Die Steineoberflächen sind glatt und glänzend und haben nur unter wenigen, leichteren Kratzern zu leiden. Auch sind noch alle Aufkleber vorhanden. Nach annähernd 20 Jahren nicht immer selbstverständlich.

Nahm die Town-Sparte in den 1980er Jahren Fahrt auf, bot sie schon knapp 10 Jahre später bautechnisch deutlich mehr Abwechselung und mit neuen Bauteilen wesentlich mehr Kombinationsmöglichkeiten, ohne jedoch allzu sehr das typische Town-Flair aus den Anfängen eingebüßt zu haben. Town 2.0 sozusagen.

Zum Inhalt. Dieses Set Set bietet eine komplette Kaianlage, die sich in Kombination mit dem größeren Schwesterset (#6542) und der Hafenpolizei (#6540) zu einer stattlichen Hafenanlage ausbauen lässt. Wohl nicht ohne Grund hatten diese drei Sets eine durchlaufende Nummeriung erhalten. Ein mächtiger Kran ist fest am Kai installiert und mithilfe seines Hakens lässt sich die Schiffsladung kinderleicht löschen. Dazu hat Lego die Seiltrommel wunderbar im inneren Gehäuseinneren versteckt und die Bedienung mittels Kreuzachse auf der Rückseite nach außen geführt. Ein darauf aufgesteckter 2x2er Rundstein bietet bietet den Fingern ausreichende Griffigkeit. Da Stückgut selbt besteht aus zwei „Containern“ in der größe 4×8 Noppen mit unterschiedlicher, motorisierter Ladung, die sich kinderleicht auf den parat stehenden Sattelschlepper hieven lässt. Neben dem Frachter, dem allem Anschein nach ein typisches Küstermotorschiff Inspirationsquell war, lässt hier der Warenverkehr vom See- auf den Landweg und umgekehrt ganz unaufgeregt nachspielen. Und übersetzt man „Intercoastal“ in Deutsche, so wird der Eindruck eines KüMos bestätigt: es bedeutet soviel wie küstennaher oder Binnenverkehr. Eine Containerbrücke sucht man hier vergebens, die efindet sich nämlich im Schwesterset (# 6542 – Launch & Load Seaport). Hier wird Stückgut befördert. Ein L-förmig angeordneter Pier samt Leuchtfeuer läd zum Angeln ein und rundet das idyllische Hafenbeckenszenario ab.

Die fünf Minifiguren (Kapitän, Schiffsmaat, Trucker, Kranführer und Angler) lassen sich gut auseinanderhalten. Ein Paradebeispiel damaliger Unterscheidungsmöglichkeiten sind die Latzhosen-Jungs, die sich nur dank Ihrer Kopfbedeckung und der unterschiedlich farbigen Bekleidung unterscheiden lassen. Die Dekore bieten wenig überraschendes, außer vielleicht, dass sich hinter der Schwimmweste des Deckmanns auf seinem reinweißen Shirt in Höhe der linken Brust ein schwarzes Ankersymbol befindet.

Natürlich versorgte man den Käufer auch hier wieder mit allerhand neuen Teilen:

Rein persönlich betrachtet waren die Schiffstypen, die in jenen Jahren in den Handel kamen, die schönsten ihr Art. Trotz ihres recht simplen Aufbaus boten sie großen Detailreichtum und ließen dank gebautem Rumpf bautechnisch viel Abwechselung zu – egal ob Seenotrettungskreuzer, Containerschiff oder Polizeiboot.

Wer nun also auch Appetit auf dieses abwechslungsreiche Set bekommen hat, sollte schon damit rechnen – je nach Zustand – etwas tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Denn lt. Bricklink werden im Durchschnitt gut und gerne etwa 100 Euro für das gebrauchte Set aufgerufen. Verkaufsplattformen im Internet bieten ein ähnliches Preisniveau. Allerdings sollte man hier sehr genau hinschauen, wie vollständig die Angebote wirklich sind. Vielfach fehlen allein schon die Aufkleber, manchesmal auch die Anleitung. Leider lässt sich darüber hinaus nicht wirklich auch der Zustand der Steine bestimmen. Wer die Angebote jedoch genau unter die Lupe nimmt, vielleicht sogar die Möglichkeit hat, das Set vor dem Kauf persönlich in Augenschein nehmen zu können, kann mitunter einen Bausatz in einem recht guten gebrauchtem Zustand zu einem fairen Preis ergattern. Neue, ungeöffnete Sets sind dagegen rar und teuer. So muss hierbei dann gut und gerne das 3,5 bis 4-fache gezahlt werden.

Jahr: 1991
Teile: 545 (BL: 514)
Minifig: 5

Teile und ihre Geschichte: Die Feuerwehruniformen

Die Feuerwehr ist seit jeher ein stets präsentes Thema in der dänischen Klemmbausteinewelt. Egal, ob Fabuland, Homemaker, System oder Legoland. Durch die Jahrzehnte sorgte diese Welt in der Kinderzimmern der Welt für actiongeladene Spielerlebnisse. Aber erst mit der Geburt der Minifig vor über 40 Jahren stellte sich eine kontinuierliche Entwicklung der Feuerwehruniform ein. Eine Retrospektive.

1978

Als in jenem Jahr das Städtethema unter dem Namen „Town“ zum großen Neustart ansetzte, war gleichzeitig auch das Geburtsjahr der Minifig, wie wir sie heute kennen und lieben: dynamisch, beweglich und anfänglich stets fröhlich gelaunt. Sie löste mit sofortiger Wirkung die starre sog. Kaulquappe ab. Als in jenem Jahr gleich fünf Feuerwehrsets erschienen, war die Uniform der Bediensteten komplett in Schwarz gehalten (Helm, Hemd und Hose). Das Dekor eine gelbe Knopfleiste und ein hellgrauer Balken, der eine Koppel andeuten sollte, waren noch als Aufkleber aufzubringen und sollten als Dekorationen ausreichen.

Schick in Schale: Die erste Uniform überzeugt durch dekortechnische Sachlichkeit

1982

Erst mit der großen Runderneuerung des Feuerwehrthema 1982 änderte sich dies. Die Brust schmückte fortan ein Druckbild angedeutetem Hemdkragen samt gelber Knopfleiste und einem zweifarbigen Gürtel. Das zwischenzeitig erschienene Light & Sound-Set #6440 (Jetport Fire Squad) bekleidete die beiden Feuerwehrleute im damals typischen Dress für Flughafenbedienstete.

1994

Mit Beginn der Neuziger Jahre trug der Pilot des Feuerwehrhubschraubers einen schwarzen Overall mit aufgedrucktem Reisverschluss. Dieser Torso war zwar neu in der Anwendung bei der Feuerwehr, wurde aber bereits 1984 eingeführt. Erst 1994 bekamen die Mädels und Jungs der Feuerwehr erneut überarbeitete Uniformen. Und davon gleich drei. Der erste Torso zeigte auf der linken Brusthälfte nun stolz ein Wappen mit dreifarbiger Flamme sowie angedeuteter Tasche rechts und Reißverschluss für den Overall. Der Gürtel war erneut zweifarbig ausgeführt, jedoch in neuer Gestaltung. Die zweite Variante gehörte dem Führungspersonal, denn anstelle der rechten Brusttasche zierten nun zwei gelbe Quadrate – offenbar ein Art Dienstgrad – die Stelle. Außerdem bekam das Dekor noch einen angedeuteten Hemdkragen zur optischen Unterscheidung und durch kontrastierende weiße Arme erhielt der Torso einen Westencharakter. Die dritte Uniform glänzte durch eine hellgraue Farbgebung mit aufgedruckter Brusttasche auf der linken und Manometer (für die Atemschutzträger) auf der rechten Brustseite. Eine verdeckter Schließmechnismus bot der Minifig mehr Schutz vor den Flammen.

Erstmalig fanden drei verschieden gestaltete Torsi Einzug. Der „Graue“ war sicher das Highlight

2000

Während TLC’s finsterer Zeit, also in seinen eigenen „Dark Ages“ um die Jahrtausendwende veröffentlichte man erneut einen uniformellen Relaunch. Erneut schuf man drei verschiedene Oberteile. Diesmal waren sie allesamt hellgrau in der Basis und boten erstmals ein detailreichen Aufdruck aus Manometern, Gurten und Taschen, samt besserer Erkennbarkeit in leuchtendem Orange. Jedoch sah der Hosenbund aber eher so aus, als trüge die Figur die Unterbuchse über der Arbeitshose – optisch sehr gewöhnungsbedürftig. Eines der Dekore war jedoch dem Chef vorbehalten und stellte eine fein zugeknöpfte Ausgehuniform dar unter der sich eine akurat sitzende Krawatte um einen weißen Hemdkragen knotete.

Diese Figuren entsprechen nicht 100%ig ihrem ursprünglichen Aussehen. Mangels vorliegender Sets konnte ich ihnen nur annäherndes Aussehen geben

2003

Der Neustart aus der Unternehmenskrise zum Ende der 1990er Jahre markierte auch das Streben nach Höherem, als aus der liebgewonnenen „Town“ für kurze Zeit (2003-2004) keine geringerer Ort als „World City“ wurde – ein molochartiges Metropolengewühl aus tristen Betonwüsten – das machte schon die Verpackung deutlich. Gleichzeitig stattete man die Feuerwehrleute mit neuer Einsatzkleidung aus, in dem man dem schwarzen Torso nun einen weithin sichtbaren Reflexstreifen aus Neongrün und Silber spendierte. Ein güldenes Flammenwappen auf der linken Brust machte die behördliche Zugehörigkeit unmissverständlich klar. Auf der rechten Seite klemmte das Funksprechgerät.

Dieses Dekor sollte für einige Zeit Bestand haben

Als schon 2005 aus der Weltstadt die degradiert klingende „City“ wurde, musste offensichlich auch bei den Uniformen gespart werden.

2012

Erst 2012 gab es wieder eine neue Kluft, als die Waldbrandfeuerwehr zu ihren Einsätzen ausrückte. In grellem Bright Light Orange traten sie entschlossen dem Brandherd entgegen. Bedruckt war erstmal auch die Hose und bot ingesamt – von vorn wie von hinten –  ein sehr stimmiges Bild einer Arbeitsuniform, da der Aufdruck des Oberkörpers auf die Beine überging. Dekoriert mit neongelben Reflexstreifen und beledert wirkenden Accessories, wie Kniespolster und Koppel und einer zusätzlichen Brusttasche. Analog dazu boten die Piloten einen roten Anorak, Taschen auf Bauchhöhe und ein geschultertes Geschirr samt Karabiner. Auch hier waren die dunkelblauen Hosen mit Taschenaufdrucken versehen.

Die Waldbrandlöscher waren ein optisches Highlight: Nicht nur der Druck, auch die Uniform- und Helmfarbe waren neu

2013

2013 erfuhr auch die städtische Feuerwehr ein Bekleidungsupdate. Auch hierbei waren auch die Unterkörper an den Vorderseiten der Beine bedruckt. Die Oberteile boten gleich drei neue Varianten. Hose und Oberteil verfügten über Reflexstreifen, und während die eine Variante begurtet und mit Manometer besetzt und ordentlich gestalteter Koppel ausgestattet war, wurde die andere Version zusätzlich in eine Warnweste gehüllt. Auch hier sei zu erwähnen, dass die Rückseite des Oberteils bedruckt wurde. Als weitere Variante war der Feuerwehrchef in ein schneeweißes Diensthemd samt feuerroter Krawatte gewandet. Zudem gestaltete man den Oberkörper mitsamt Hemdtaschen, Funkgerät, Ledergürtel und einen Feuerwehrwappen. Auch zeigten sich so etwas wie Schulterklappen mit Dienstgradabzeichen. Die Helmfarbe in dunkelrot wurde von den Waldbrandlöschern ein Jahr zuvor übernommen.

2016

Der nächste visuelle Relaunch der Arbeitsuniformen fand 2016 statt, als man dazu die Feuerwehrtaucher ebenfalls mit einem eindeutig zuzuordnenden Neopren-Anzug versah. Auch war einer der Wehrleute mit einer neongrünen Warnweste mit Reflexstreifen bekleidet, in der auf der Brusthälfte eine rote Taschenlampe steckte und links eine recht gut gefüllte Brusttasche Platz für Persönliches ließ. Die Helmfarbe wechselte indes wieder zum vertrauten Weiß, während die höhergestellten Beamtinnen und Beamten einen goldenen Halm trugen. Der darüber geschnürrte Gürtel war neu in der Gestaltung, während der Hemdkragen dem Look der 2013 eingeführten Uniformen entsprach.

2019

2019 brachte abermals neue Uniformen hervor. Neben einer neuen, standardroten Helmfarbe wurde eine neue Version der hellorangefarbenen Arbeitskleidung sowie mit Darktan in einer vollkommen neuen Farbe eingeführt. Das Dekor der beiden neuen Hosentypen entprach exakt dem der schwarzen Beinkleider aus dem Jahr 2013. Während die neuen orangefarbenen Dienstoveralls nicht mit den Waldbrandlöschern nicht zu verwechseln sind, wurde die dunkelbeige Einsatzkleidung komplett neu gestaltet. Das Personal steckt in einem Geschirr aus Gurten, ein Manometer auf der rechten Brusthälfte deutet auf den Luftvorrat (wenn mit Atemschutz ausgestattet) hin. Ein Pieper/Dosiermeter etc. klemmt am Gürtel.

Die drei verschiedenfarbigen Arbeitsanzüge. Für den Aufbau mehrerer Feuerwehren geradezu ideal

Ergänzend zu den Arbeitsuniformen wurden zudem zwei neue Oberteile für die Ausgehuniform entworfen, die sich optisch sehr gut mit der aus 2013 verträgt. Während ein Dekor ein mit einer roten Krawatte ausstaffiertes Hemd als Bekleidungsbasis vorsieht ist das andere wohl eher ein Poloshirt. Ansonsten sind beide identisch mit Pieper, Sprechfunkgerät, Koppel und zweifarbigen Abzeichen detailliert.

Normalerweise ist die dekorative Umsetzung meist vom us-amerikanischen Vorbild inspriert. Aber hier passt es optisch auch für deutsche Feuerwehren

Seit Sommer 2019 bekam die präsentable Ausgehuniform für kühlere Tage eine Jacke spendiert, die, in dunkelrot gehalten, mit ihren Feuerwehrsymbolen unmissverständlich klarmacht, um welche Organisation es sich hierbei handelt. Als beinahe übersehbare Detail wurden sogar die Hemdkragen mit goldenen Feuersymbolen bedruckt.

Die Jacke für die Ausgehuniform der Branddirektion ist gute Ergänzung zu den weißen Torsi

10 Jahre Feuerwehr Farnheim auf WordPress

Der Löschzug im Jahr 2019

Heute genau vor zehn Jahren ging der erste Blogeintrag hinaus in die Welt. Die Feuerwehr Farnheim startete ihre Online-Präsentation und durchlebte bis heute eine wandlungsreiche Entwicklung. Die ersten Modelle erschienen noch hochklassisch in strikter 4er-Noppen-Breite. Viele alte Bauteile ergänzten die Modelle und ließen das Gesamtbild von einem einheitlichen Fahrzeugpark noch gänzlich vermissen. Erst mit den Jahren folgte zunächst ein neues Farbschema für die Rettungsdienstfahrzeuge, dann, Anfang 2011, ergänzte die gelbe Konturmarkierungen die Feuerwehrfahrzeuge. Später war farblich auch etwas Experimentelles darunter zu finden. Und zuletzt wuchsen die Aufbauten, insbesondere bei LKW auf fünf Noppen. Für eine besseres Größenverhältnis zu den kleineren PKWs.

Heute ist die städtische Feuerwehr mitsamt der FF zu einer modernen Großstadtwehr herangewachsen. Zudem schlagkräftig unterstützt von einer Flughafen- und einer Werkfeuerwehr bei täglichen Gefahrenabwehr.

Sonderlöschmittelfahrzeug aus 2009

Kleineinsatzfahrzeug aus 2009

Auch das aktuelle Zeitgeschehen griff der Blog auf. Etwa als im April 2011 ein gewaltiges Erdbeben Japan erschütterte und im Atomkraftwerk Daichi in Fukushima für eine folgenschwere Kernschmelze sorgte. Oder als sich 2016 die verheerenden Terroranschläge vom 11. September zum 15. Mal jährten. Aber auch erfreuliches nahm sich die Feuerwehr Farnheim zum Thema: Etwa als die deutsche Fußballnationalmannschaft 2014 in Brasilien Weltmeister wurde.

Was noch? Es gab Comics, ein umfangreiches Städtebauthema, Berichterstattungen von besuchten Ausstellungen, spektakuläre Einsätze, die Geschichte Farnheims und ihrer Feuerwehr zum Nachlesen, die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der Feuerwehr, ein Stadtlogo, ein Organigramm, Vorstellungen alter LEGO-Sets, reale Blaulichtthemen und Einsatzberichte und vieles, was sonst noch zum Thema LEGO® und Feuerwehr passte.

Zusammengefasst sammelte sich viel an in den vergangenen zehn Jahren. Vor allem viel Spaß. Bleiben wir gespannt, was die kommenden zehn Jahre für die Feuerwehr Farnheim bereithalten werden.

Farnheimer Fahrzeuge bald als Classic-Serie erhältlich

Mal etwas in eigener Sache. Vor einem halben Jahr erhielt ich völlig überraschend eine E-Mail aus Billund, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht zu einer Kooperation einer noch nicht näher zu nennenden neuen Set-Serie für den eher AFOL bereit wäre. Man wünsche sich eine Unterstützung bei einem etwas realistischeren Fahrzeugbau. Man habe sich mehrere Vertreter genau anschaut und anscheinend haben meine Modelle mit ihrer Kombination aus neuen Bauteilen und Farben in klassischer Optik die Designer überzeigt. Nach einigen E-Mails, Telefonaten und einem Besuch vor Ort wurden wir uns letztendlich handelseinig.

Und exklusiv darf ich nun nicht ohne etwas Stolz und mit offizieller Erlaubnis soviel vorweg nehmen, als dass im Sommer eine neue, sehr klassisch orientierte Themenserie erscheinen wird. Eine deutlich umfangreichere Verlautbarung behält sich natürlich TLC vor und soll in Kürze erfolgen. In der ersten Welle werden sich vielleicht auch schon einige Feuerwehrfahrzeuge darunter befinden. Evtl. sogar ein oder zwei Modelle, die den Farnheimer-Vorbildern verdammt ähnlich sehen.

Unglaublich: Für einige Bauteile sollen sogar alte Formen bemüht werden. Und NEIN, Altgrau erfährt keine Renaissance!

So, welches Fahrzeug wird’s?

Oder doch keines der dreien? Warten wir es ab…

UPDATE: Natürlich war diese Geschichte völliger Nonsens und ein April-Scherz. Zum nächsten Jahr muss ich aber noch einmal die Verschlagwortung überdenken. Danke Thomas…

Minifigs Sammelfiguren Serie 18

Es gibt sie schon seit einigen Wochen, die neue Sammelserie der Minifiguren, doch diesmal feiert sich TLC einfach mal ausgiebig selbst. Recht so. Denn 2018 jährt sich das Patent auf den klassischsten aller Legosteine, der 2x4er, zum 60sten Male, und auch die Minifigur wird 40 Jahre alt – herzlichen Glückwunsch! 1978 erschien erstmalig die Minifig so wie wir sie bis heute kennen: mit beweglichen Armen und Beinen und einem sympathischen Lächeln im gelben Gesicht. Die sog. „Kaulquappen“ zuvor boten mit ihren angedeuteten Armen und steifen Beinen nur unzureichenden Bewegungsspielraum.

Aber nun zu etwas völlig anderem. Keine Minifiguren-Sammelserie ließ sich in der Vergangenheit derart einfach ertastend bestimmen, als die aktuelle Serie 18. Sie allumfasst diesmal 17 Figuren, wobei die siebzehnte eine klassische Polizeifigur aus den 1980er Jahren darstellt – samt bedruckter 1x2er Fliese, die einen Aufdruck des ersten Streifenwagens (#600) mitsamt vollbeweglicher Figur enthält und nur einmal pro konfektionierter Verkackungseinheit mit 60 Figurentüten vorkommt. Doch wie identifiziere ich nun diese und alle anderen Figuren? Wie gesagt, einfacher denn je.

1.- Beginnen wir mit der Polizistenfigur. Diese dürfte die flachste Tüte mit dem geringsten Inhalt darstellen. Zu identifizieren ist sie an der Schirmmütze und der 1x2er Fliese, bzw. Platte. Die letztgenannten sind in diesem Figurenset einzigartig.
Anzahl pro Box: 1x

2/3.- Die beiden Figuren mit dem Legostein-Kostüm lassen anhand der 2x3er Noppen auf dem Stein sehr schnell ertasten. Schwieriger wird es, den Unterschied herauszufinden. Dazu muss man die Frisuren erfühlen und festellen, ob sie über einen seitlichen „Wildstyle“-Schopf verfügt oder nicht.
Anzahl pro Box: je 5x

4.– Den Clown macht man am besten am seinem hohen, konkav geformten Zylinder aus.
Anzahl pro Box: 3x

5.- Der Raketenmann bietet ein denkbar einfach zu ertastendes zylindrisches Kostüm mit  entsprechend charakteristischer, kegelförmiger Spitze.
Anzahl pro Box: 4x

6.- Die Dame mit dem Kaktuskostüm bietet ein ähnlich geartetes Formteil, jedoch ist dieses mit einigen Dornen bestückt, die sich es einfach vom Böllerkostüm und natürlich allen anderen unterscheidbar machen.
Anzahl pro Box: 3x

7.- Der Tortenjunge mit seinen Bauteilen ist die dickste Tüte der Serie. Die runde und zweistufige Form der Torte ist das größte Teil der Serie und sicher Erkennungsmerkmal genug.
Anzahl pro Box: 4x

8.- Das Mädchen mit dem Elefantenkostüm lässt sich recht einfach über das gerippt erscheinende Tutu bestimmen.
Anzahl pro Box: 3x

9.- Den Cowboyjungen identifiziert man am besten an seinem Hut mit seiner ausladenen Krempe.

10/11.- Die beiden Kinder mit Geschenk und Luftballon lassen von den anderen Figuren sowie schon einmal an der 2x2er Presentbox und der entsprechenden Fliese als Deckel sowie den Ballon (hier sind der Ballon und Stil ein Teil) identifizieren. Das Auseinanderhalten der beiden Figuren ist mit etwas Feingefühl über den Inhalt der Geschenkeboxen möglich. Denn dieser besteht beim Mädel aus 1x1er Rundfliesen und beim Jungen aus dem eckigen Pendant. Außerdem lässt sich die Mädchenfrisur mit ihren zwei angedeuteten Zöpfen als Unterscheidungsmerkmal gut ausmachen.
Anzahl pro Box: je 4x

12.- Die Katzenfrau lässt sich mit etwas Geduld an der Fischform oder/und dem zusätzlichen Teil des Katzenschwanzes erkennen. Letzterer besteht aus gummiartigen Kunststoff und ist somit flexlibel.
Anzahl pro Box: 3x

13.- Der „Spiderman“ gibt sich an dem achtbeinigen Rückenteil zu erkennen. Diese Form ist insgesamt leicht gewölbt und erfordert etwas Feingefühl.
Anzahl pro Box: 4x

14.- Der Junge mit seinem Rennauto lässt sich über die beiden Steckachsen und über die Autoform an sich bestimmen.
Anzahl pro Box: 3x

15.- Das Einhorn gibt seine Verkleidung leicht erkennbar anhand des Schildes und des Schwertes preis.
Anzahl pro Box: 4x

16.- Der Bursche mit der Drachenverkleidung ist am besten über das separate Flügelteil mit seiner Oese für den Hals zu identifizieren. Auch die stachelige Maske, die er trägt ist einzigartig aber etwas schwieriger zu bestimmen.
Anzahl pro Box: 4x

17.- Das Blumenkind ist wieder sehr leicht zu hrauszutasten. Obacht: Es kann aber allzu vorschnell mit dem Tortenjungen verwechselt werden. Hier helfen der Blumenkelch und das Blumentopf, der kleiner als die Torte und hohl auf der Unterseite ist, bei der Verifizierung.
Anzahl pro Box: 4x

Die MoRaSt-Anlage bei ABSolut Steinchen 2016

Nicht, dass ich etwas hinterherhinke, aber dieser Artikel passt ganz gut in die Zeit, da sich erneut die Ausstellung in der 2017er Auflage nähert. Er darf damit sozusagen als Appetithäppchen dienen…

Die letztjährige Ausstellungssaison startete erneut mit ABSolut Steinchen in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. Einmal mehr beteiligten sich meine MOCs und ich an der großen MoRaSt-Gemeinschaftsanlage. Dieses Mal war aber irgendwie alles anders. Nach Absagen einiger etablierter Aussteller mussten wir den kurzfristigen Ausfall zweier weiterer Aussteller kompensieren. Das gelang uns im Nachgang betrachtet recht gut. Das bedeutete aber auch kein irres Streckenszenario und keinen Rekord. Is mir eh wurscht. Denn diese etwas andere Situation erlaubte es mir, mich vor Ort mehr um die Kontaktpflege der übrigen Aussteller samt ihrer Modelle und einige persönliche Belange zu kümmern. Dazu aber in einem anderen Artikel mehr.

Dennoch wollen der Vollständigkeit halber noch ein paar technische Dinge fixiert, bzw. erwähnt werden. Wie eingangs geschrieben, gab es dieses Mal keinen neuerlichen Streckenrekord. Dennoch rollten die zahlreichen Züge auf immerhin 112,54 Gleismetern über 11 Module von 10 verschiedenen Modulbetreibern. Es mussten sogar sehr kurzfristig der Ausfall zwei weiterer Aussteller mit einer Gesamtlänge von 26 Platten (ca. 6,5 Tischmeter) kompensiert werden. Aber bei genau solchen Fällen zahlt sich der einst ersonnene Standard aus. Fluchs wurde unter den austellenden Modulbetreiber eine neue Modulanordnung erörtert und zusammengestellt. Somit lief der anschließende Betrieb, als wäre nichts geschehen.

Gesamtkompositorisch zeichnete diese Anlage erneut das aus, was den MoRaSt so attraktiv und spannend macht: Eine hervorragend bunt zusammengewürfelte Einschienenbahn-Welt.

MoRaSt-Modul “Farnheim” auf dem SteineWAHN 2016

sw2016_fh00

Am 17. und 18. September war es nun soweit. Mein umgestaltetes Modul feierte auf dem SteineWAHN in Berlin seine Premiere. Wie ich in einem älteren Artikel bereits ankündigte, diesmal ohne Stadtmitte, dafür mit einer Stadtteilwache der Feuerwehr, mit der ich mit den Worten „Das wurde auch Zeit“ begrüßt wurde.

pano2016(Für eine vergrößerte Ansicht auf das Bild klicken)

Für diejenigen, die nicht in Berlin waren, sei in einer üppigen Bildergalerie das neue Modul, das es auch auf der Fanwelt in Köln zu sehen geben wird, nun ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.

Zugunsten der Ausstellungsfläche verzichtete ich erstmals auf einen Binnenschienenkreis. Dieses Vorhaben hatte sich dann in der Austellungspraxis durchaus bewährt, da jedes Modul der Gesamtanlage autark befahren werden konnte, und auf jedem der Module ein Zug für Bewegung sorgte.