Tankstellen im klassischen LEGO-Kosmos

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Tankstellen und Parkhäuser hatten für mich während meiner Kindheit u. a. bei und von LEGO (aber nicht nur dort) immer eine besondere Faszination ausgestrahlt. Warum das so war kann ich gar nicht genau beschreiben. Vielleicht lag es an den vielen Möglichkeiten, wie Waschstraßen, den Tankplätzen, und dem zusätzlichen Zubehör, die diese Spielsets boten.

Los ging es für mich im LEGO-Kosmos 1978 mit der #377 – Shell Service Station. Was war der Karton groß, und wie lange hatte man daran zu bauen, bis das Ensemble in seiner ganzen Pracht vor den großen Kinderaugen auf dem Küchentisch stand. Die Minifigs waren ihrem Kaulquappenstadium entwachsen, das mitgelieferte Auto, ein roter Stufenheck-PKW mit Dachgepäckträger, aber noch nicht lenkbar. Die klassischen Shellfarben Rot, Weiß und Gelb waren ja bereits von je her fester Bestandteil der LEGO’schen Farbwelt.

Bedingt durch die begrenzte Teileauswahl anno 1978 war der Detailgrad noch äußerst bescheiden – bei 90 Bauteilen auch kein Wunder. Klassisch anmutende Zapfsäulen boten zwar einen Schlauch aber noch keinen Zapfhahn. Das dürftige Interieur des Ladenlokals umfasste außer einem Tresen und einer Registrierkasse lediglich ein rückwärtig angebrachtes, spärlich besetztes Regal. Immerhin waren die beiden Zapfsäulen auf der gegenüberliegenden Seite gegen meteorologisches Ungemach geschützt. Die Shell-Insignien mussten zu guter Letzt noch in Form von Aufklebern auf die Steine aufgebacht werden.

Nicht wirklich eine komplette Tankstelle im eigentlichen Sinn, aber dennoch eine Tankstelle: das kleine Set #601 – Shell Filling Station. Im selben Jahr erschien ein Tankwart samt seiner Zapfsäule, die in ihrer Form nahezu denen aus dem zuvor beschriebenen Set entsprach. Das besondere hierbei war aber das Tankstellenschild, dass lange vor den heute bekannten Preissäulen den Autofahrer schon aus größerer Entfernung über die Möglichkeit zum Nachtanken aufmerksam machte. Nicht neu in diesem Set, da es ein Relikt aus den sog. „Legoland“-Zeiten der 1960er und 70er Jahre darstellt.

1981 wiederholte sich das ganze wieder. Diesmal nur in aktualisierter Form als #6610 – Gas Pumps. Während hierbei auf eine Infotafel verzichtet wurde, kam indes eine weitere Zapfsäule hinzu. Anstatt des Herren aus 1978 versorgte diesmal eine Dame die Kundschaft. Die Emanzipation setzte sich nun allmählich auch bei den Spielzeugherstellern durch. Nun verfügten die Säulen auch über realitätsnahe Zapfhähne, die nach dem Tankvorgang – dank der damals neuen Lampensteine – wieder zurück an die Säule gehängt werden konnten. Die Darstellung des Kennfeldes an den Säulen übernahm ein Aufkleber.

Zwei Jahre später, 1983, aktualisierte man unter gleichem Namen, die Shell Service Station. Diesmal unter der Artikelnummer  #6371. Das Gebäude umfasste nun eine Bedachung, die über die gesamte Straßenbreite reichte. Das Farbschema blieb – noch nicht einmal in einer Variation – erhalten. Ähnlich spärlich, wie noch 1978, erging es der Möblierung des Kassierraumes. Jedoch hielten an den futuristisch gestalteten Zapfsäulen und an der Kasse selbst bedruckte Dachsteine Einzug. Eine Besonderheit stellte zudem die Basisplatte dar, die mit einem Straßenzug sowie zusätzliche Haltebucht bedruckt war, und ein klares Plus für die Verkehrssicherheit darstellte. Denn der fließende Verkehr konnte so störungsfrei die Tankstelle passieren. Eine Hebebühne für die Unterflurwartung an KFZs kam hierbei zum ersten und einzigen Mal (wenn man vom limitiert erhältlichen Schwesterbausatz der Marke Exxon einmal absieht) zur Verwendung. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Sets wuchsen. Nicht nur an Details, sondern auch an Bauteilen. Somit waren es nun mit rund 261 Teilen fast dreimal so viele wie bei #377.

Tanke02Aufwertung der Spielbarkeit durch die Zugabe eines Abschleppwagens

Tanke03Die Tankstelle samt Zubehör aus dem Set #6378

Wiederum drehte sich die Erde drei Jahre weiter, bis 1986 eine weitere Shell-Tankstelle in den Handel kam. Im Grunde handelte es sich bei der #6378 – Shell Service Station lediglich um eine modernisierte Fassung der zuvor genannten Tankstelle, jedoch präsentierte sie sich in der Optik deutlich moderner. Neben dem Kassierraum, der jetzt Shop hieß und mit Schwarz im Farbdesign eine weitere Schmuckfarbe enthielt, war Platz für eine kleine KFZ-Werkstatt. Die Tankplätze wurden nun vollständig überdacht, boten weitaus mehr Realismus und waren in ihrer Darstellung schon nahezu filigran ausgeführt. Erwähnenswert war in dem 291 Teile umfassenden Bausatz letzlich die Bauplatte, die nun eine Tankinsel inmitten der Straße beinhaltete, was wiederum eine Platzierung abseits der Durchfahrtsstraßen der eigenen Stadt notwendig machte.

Tanke07Der Fahrzeugpark aus dem legendären Parkhaus-Set #6394

Den Höhepunkt und gleichfalls den Abschluss des seit 1966 gestarteten und durchaus erfolgreichen Joint-Ventures mit dem Mineralölgiganten markierte 1988 das Set #6394 – Metro Park & Service Tower. Mit insgesamt 620 Teilen bedeutete es derzeit auch bauspaßmäßig die obere Grenze der zu kaufenden Sets mit dem Muschellogo. Es umfasste neben einer kleinen Ausgabe der Tankstelle von 1986 ein Zwei-Parkdeck-Parkhaus mit Waschstraße, Aufzug und mehreren PKWs. Während zwei Jahre zuvor noch sämtliche Ausschmückungsbilder aufgeklebt werden wussten, waren hierbei fast alle Steine bedruckt! Lediglich Dekore, die sich über mehrere Steinelängen und -höhen zogen, mussten geklebt werden.

Tanke04Auf der einen Seite gab’s den kompletten Service…

Tanke05… auf der anderen durfte ausgiebig geparkt werden

Der Vollständigkeit sei erwähnt, dass auch Jahre später noch Shell-Sets erschienen. Diese waren aber als reine Verkaufsförderungen angelegt und in der ihrer Verfügbarkeit limitiert. Daher finden sie hierunter keine Berücksichtigung.

Tanke06Als besonderes Schmankerl gab’s zum Abschluss noch einmal bedruckte Bausteile

Nach dem Ende der Zusammenarbeit, erschuf TLC 1992 seine eigene Mineralölmarke „Octan“. Das Farbschema änderte sich grundlegend, und gelangte schließlich in Form der #6397 – Gas N‘ Wash Express auf den Markt. Diese zeichnete sich durch einen großen, wettergeschützten Inseltankplatz, einem geräumigen Kassenhaus, sowie einer Waschanlage aus. Damit alles seinen Platz haben konnte, wurde die Basisplatte (die Farbe wechselte nun von althellgrau zu grün) um eine 8 x 32er Bodenplatte ergänzt. Die Tankinsel machte es aber hierbei erneut notwendig, sie abseits der Stadtstraßen zu platzieren. Als ergänzendes und spielspaßförderndes Zubehör lieferte die TLC einen Abschleppwagen, einen roten PKW mit schwarzem Dach (der durchaus als Remiszenz an die Shelltanke #377 zu deuten ist), sowie drei Minifigs mit.

Tanke10Octan fasst als neue Marke im Set #6397 Fuß

1995, als man bei LEGO allmählich begann die Strategie der Kleinteiligkeit ihrer Sets grundlegend zu überarbeiten, kam #6562 – Gas-Stop Shop mit 221 Bauteilen in den Handel. Die geringe Teileanzahl, ob des zuvor angesprochenen Unternehmensumbruchs täuscht, denn auch die Tankstelle war wesentlich kleiner. Hierbei gab man die klassische Bauplattenbasis von 32 x 32 Noppen auf, und positionierte zwei Tankplätze auf eine kleine Platte. Interessanterweise setzte man hierbei erstmals auf eine rein „elektronische“ Bezahlung für Minifigs. Denn einen Kassenhaus suchte man vergeblich. Dafür bekam dieses Set gleich zwei Octan-Fahrzeuge daneben gestellt: einen Abschlepp-Jeep und einen Tankwagen.

Tanke09Ein Abschleppwagen in neuem Farbschema

Tanke08Den Servicegedanken führt man auch bei Octan weiter

Zwei Jahre später markierte die Umstrukturierung, aus den klassischen Bausets der Themen Stadt, Ritter und Weltraum, vereinfachte Bausätze in Umfang und Schwierigkeit für eine jüngere Zielgruppe zu schaffen, aus heutiger Sicht ihren traurigen Höhepunkt. Die #6548 – Octan Gas Station wurde aus nur 125 Teilen zusammengeklötzelt. Optisch sehr grobschlächtig, war sie insgesamt mehr als lieblos gestaltet. Dabei umfasste der Bausatz zwei Fahrzeuge, ein kleines Kassenhäuschen, einen Tankplatz, sowie eine Werkstatt.

Es passierte knapp zehn lange Jahre nichts tankstelliges im Programmsortiment. Erst 2007 präsentierte man der Öffentlichkeit eine optisch ansprechende Tankstelle, die auch wieder auf einer, wenn auch in Farbe und Struktur, andersartigen Bodenplatte. Auch diese wurde aufgrund der benötigten Tiefe der Waschstraße mit einer erweiteren Basisplatte vergrößert. Ein Shop, ein teilverglaster, überdachter Insel-Tankplatz mit zwei Zapfanlagen und ein PKW samt Fahrer ergänzten das Gebäude mit dem nötigen Spielspaß. Allerdings versäumte man der Einrichtung einen Octan-Bediensteten mitzugeben. Dieses Set war aber gleichzeitig das vorläufige Ende der Serie. Zwar erschienen danach weitere Octan-Bausätze, aber eine Tankstelle suchte man darunter vergebens.

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Die Feuerwehr Farnheim und ihre Geschichte

Gegründet wurde die Feuerwehr im Jahre 1887 auf Druck der königlichen Regierung nach einer Reihe von verheerenden Bränden im alten Stadtkern, bei denen etwa 1/4 der Bausubstanz der Flammen zum Opfer fiel. Eine eilends einberufene Stadtverordnetenversammlung beschloss den ersten Leiter der neuen Feuerwehr, der anschließend bei den Kameraden der Feuerwehr Berlin eine dreimonatige Schulung absolvierte.

Die erste Mannschaft verfügte noch im selben Jahr über zwei Pferdekarren und 12 entschlossene Wehrmänner. 1890 konnte die noch junge Feuerwehr ihre erste echte Unterkunft beziehen.

Gegen Ende des ersten Weltkriegs und in der Zeit danach war die Stadt aus personellen Gründen in arger Bedrängnis auch weiterhin den Brandschutz sicherzustellen, da ein Großteil der Farnheimer Feuerwehrmannschaft in den Kriegsdienst eingezogen wurden und dort fiel, oder nach Kriegsende in Gefangenschaft gerieten.

Während der Weltwirtschaftkrise in den 1920er Jahren litt die Feuerwehr u. a. sehr an fehlenden finanziellen Mitteln für dringend benötigte Neuanschaffungen.

Ab 1933 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs übernahm die Feuerwehr als Feuerlöschpolizei die Aufgaben der Brandbekämpfung, und war spätestens nach den verheerenden Luftangriffen allierter Bomberverbände ab 1944 auch durch den Mangel an Personal und Material hoffnungslos überfordert.

1949 wurden die Aufgaben der Feuerwehr schließlich neu gegliedert und in heutige Berufsfeuer- und Freiwilligen Wehr aufgeteilt.

Der städtische Feuerwehrverband Farnheim verfügt derzeit über fünf strategisch verteilte Feuerwachen der Berufsfeuerwehr, drei permanente Rettungswachen und weitere 13 Stadtteilwachen, die von Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt werden. Hinzu kommen acht Einheiten der Jugendfeuerwehr, zwei Kinderfeuerwehren (Vorbereitung zur Jugendfeuerwehr), eine Feuerwehrmusikkapelle, eine Restaurationsabteilung für historische Einsatzfahrzeuge, sowie 5 Werk- und Betriebsfeuerwehren.

Die Feuerwehr der Großstadt Farnheim ist gesetzlich dazu verpflichtet einen modernen und vielseitigen Fahrzeugpark vorzuhalten. Nicht alleine durch die großen Hafenanlagen, die rund ein Drittel der Stadtfläche ausmachen. Auch die Raffinerie im Norden Farnheims mit rund 1,5 Millionen Kubikmetern gelagerten Mineralölerzeugnissen, sowie der internationale Flughafen bergen erheblichen Gefahren für die Stadt und ihre Bewohner. Dazu pflegt die städtische Wehr einen engen Informationsaustausch mit den Kollegen der Werkfeuerwehren.

Die Berufsfeuerwehr Farnheim verfügt augenblicklich über eine Personalstärke von 449 Mann, 391 davon im abwehrenden Brandschutz. Im Großschadenfall kann man zudem die 827 freiwillgen Helfer zur Unterstützung heranziehen.

Im Fahrzeugpark der Berufsfeuerwehr stehen aktuell über 175 Einsatzfahrzeuge, angefangen vom kleinen PKW für den Tagesdienst bis hin zum Großtanklöschfahrzeug. Desweiteren stehen der Wehr weitere 12 Anhänger und 37 unterschiedliche Abrollbehälter für jeden etwaigen Einsatzfall bereit. Zudem kann man im Ernstfall die rund 65 Fahrzeuge der FF zur Gefahrenabwehr hinzuziehen.

Das Mädchen für alles im täglichen Einsatzdienst ist das HLF 20/16, das intern als FLF – Farnheimer Löschfahrzeug bezeichnet wird. Hiervon verfügt die Wehr alleine über 13 Fahrzeuge. Zwei davon stehen als Reserve- und eines als Übungsfahrzeug an der Feuerwehrschule bereit.

Bis 2020 soll die Modernisierung bei den Großfahrzeugen (Klasse über 12 Tonnen Gesamtgewicht) vollzogen sein, und die Wehr dann zu einer der best ausgestattetsten Feuerwehren in Deutschland zählen, bei der das Durchschnittsalter der Einsatzfahrzeuge bei etwa 12 Jahren liegt.

Jüngst lösten neu eingeführte, speziell auf die Bedürfnisse der Farnheimer Berufsfeuerwehr ausgelegte Fahrzeugkonzepte alte und überholte Fahrzeugkategorien ab. Eine Vereinfachung und Vereinheitlichung des Fahrzeugparks ist dabei das erklärte Ziel. Ein wesentliches Beispiel dafür ist die Ausmusterung der alten, geländegängigen RW 1, der schweren LF 24 und der TLF 16/25 durch die neuen HLF 20/16 (FLF), die seit 2007 suksessive in Dienst gestellt wurden. Ebenso unterlagen jüngst die Drehleiterfahrzeuge der Modernisierung. Desweiteren wird auch der Ausbau der Abrollbehälter weiter vorangetrieben. Ferner werden sämtliche verbliebenen Tanklöschfahrzeuge (TLF 16-24 Tr. und TLF 24/50) durch die leistungsstärkeren TLF 30/50-SL ersetzt oder in den Dienst der freiwilligen Feuerwehr überstellt.

Im Zuge der der Neustrukturierung der Einsatz- und Personalplanung aufgrund neuartiger Gefahrenquellen, wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts der klassische Zugverband aufgelöst. Nach einer zweijährigen Erprobungsphase hat sich das mittlerweile aktuelle Einsatzschema bewährt. Ja nach Anforderung werden nur entsprechend erforderliche Fahrzeuge zum Einsatzort beordert und ggf. nachalarmiert. Dieses effiziente und kostensparende Modell hält indes bei immer mehr Berufsfeuerwehren im Land Niedersachsen Einzug, ohne dabei an der Sicherheit für die Bevölkerung zu sparen.

Die Berufsfeuerwehr Farnheim wickelte 2014 etwas über 104.000 Einsätze ab, wobei etwa die Alarmierungen des Notarztes und des Rettungsdienstes mit rund 56 Prozent den Löwenanteil ausmachten. 19 Prozent entfielen auf die technische Hilfeleistung bei Unfällen, wetterbedingten Einsätzen und Gefahrgutunfällen. Etwa 11 Prozent waren typische Brandbekämpfungen. Diese Zahl stagnieren seit über 13 Jahren, wobei aufgrund des verbesserten vorbeugenden Brandschutzes gar eine leichter Rückgang bei den klassischen Brandeinsätzen zu verzeichnen ist.

Mittelfristig sind auch zahlreiche Modernisierung in der Infrastruktur der Feuerwehr geplant. Zunächst folgte 2011 die Umstellung auf den digitalen BOS-Funkverkehr – nach einem erfolgreichen Testbetrieb im Herbst des vorangegangenen Jahres. Ebenso ist im Norden der Stadt eine neue und größere Feuer- und Rettungswache errichtet worden. Desweiteren sind Planungen eines neuen Löschbootes und eines speziellen Systems zur Schiffsbrandbekämpfung, sowie die Verbesserung der Ausrüstung, um den wachsenden Hochwasser- und Sturmlagen besser entgegenzuwirken, angelaufen. Ganz visionär unternimmt die Forschungs- und Entwicklungsgruppe der Abt. Technik derzeit ernstzunehmende Versuche eine autonomen Löscheinheit.

Es darf wieder gegruselt werden…

„Trick or Treat – Süßes oder Saures!“ – Es ist wieder die Zeit der Gruselgeschichten. Auch Farnheim hat eine zu bieten:

Es geschah 1583 in einer kalten Novembernacht. Einige junge Männer des Ortes sahen plötzlich am Horizont einen glutroten Feuerschein, der ihr Interesse weckte. Sie machten sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen, und sahen sich alsbald im dunklen Nebelwald dem Scheunenbrand der des eigenwilligen Schmieds Theuvel gegenüber.

Es hieß, der Schmied beschwöre zu Vollmond die Geister aus dem Jenseits und bringe Unheil und ein schrecklicher Flucht senke sich über das kleine, friedvolle Dorf. Keiner der Bewohner wollte folglich etwas mit ihm zu tun haben. Die Kinder hatten in Angst. Und immer, wenn er den Ort betrat, um sich einige Vorräte zu besorgen, waren alle Fensterläden verrammelt und das Dorf wie ausgestorben.

Auch die jungen Männer mochten den seltsamen Waldschrat nicht, aber, auch wenn sie ihm insgeheim die Pest an den Hals wünschten, ihn in den Flammen umkommen zu lassen, das wollten die sie auch nicht. So versuchten die einen mit Brunnenwasser gefüllten Eimer gegen die Flammen vorzugehen, während die anderen nach ihm suchten.

Einer der Männer machte sich dann aber urplötzlich auf und rannte in die lichterloh brennende Scheune, indem sie den Schmied schließlich vermuteten. Die übrigen Burschen schauten erstarrt in die Flammen. Dann explodierte das Gebäude in einem riesigen Feuerball und mit einem ohrenbetäubenden Donnern erschien ein hausshohes diabolisches Feuerwesen, der Feuertheuvel, und verschlang vor Augen der übrigen Männer den jenigen, der eigentlich zum Retter werden sollte…

Es heißt, der Feuertheuvel habe absichtlich den Brand gelegt, um so an unschuldige Seelen zu gelangen. Die Seele des jungen Mannes fand bis heute keinen Frieden, weil sie den Schmied nicht retten konnte. Und so entsteigt, so will es die Sage, der verbrannte Bursche demnach jedes Halloween, um einen ahnungslosen Menschen dem Feuertheuvel zu opfern, als grausige Erinnerung an jene Nacht.

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Ein schaurig-schönes Halloween wünsche ich Euch…