Zwischen den Kulissen

Es geht wieder los. Neues Jahr, neue Ausstellungen. Daher soll es zur Einstimmung mal ein An- und Einsichten auf und in das geben, was uns dieses Jahr wieder erwartet: Ein knallbunter Einblick in die Welt der Bausteine.

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It’s that time of year again…

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Nein, damit meine ich nicht die drohende Vorweihnachtszeit oder die sog. „Silly Season“, sondern die Ausstellungsvorbereitungen auf den im September stattfindenen Berliner Steinewahn. Seit ich mich einst dem MoRaSt anschloss, wies die Optik meines Moduls auf den Ausstellungen immer eine gewisse Ähnlichkeit auf, auch wenn sie sich in Einzelheiten stetig weiterentwickelte.

Doch nun, so dachte ich mir, sei es an der Zeit, mal etwas anderes zu präsentieren. Gut, das Kernthema Feuerwehr gebe ich nicht auf, wäre ja auch entgegen meiner Prinzipien, aber es ist schließlich Zeit für Neues und präsentatorisch ist eh noch viel Luft nach oben. Denn man kann das Thema Feuerwehr gewiss etwas punktierter darstellen.

Dazu erfüllte ich mir und anderen, die darüber immer wieder mal frotzelten, einen Wunsch. Das Modul wird in seinem Zentrum eine Stadtteilfeuerwache zeigen, die ein Löschzug nebst einiger weiterer Sonderfahrzeuge beherbergt. Auch ein Übungsbecken, an dem Taucher ihre Ausbildung erfahren, wird zu sehen sein.

Was für mich mit jeder Ausstattung mehr und mehr ein Dorn im Auge darstellte, war die kaum auszuhaltene Fülle an roten Fahrzeugen. Der Betrachter fühlte sich beim Anblick schier überwältigt, die Reduzierung auf das Wesentliche, und die damit verbundenen Details gingen dabei vollkommen verloren. Dafür sorgt diesmal ein wahrlich aufgeräumter Fahrzeugpark für ein echtes „Tag der offenen Tür“-Feeling, mit interessierten Zuschauern und vielen kleinen Nebenschauplätzen, die entdeckt werden wollen.

Auf diesem Modul verzichte ich erstmals (testweise) auf einen Binnenkreis, d. h. der Bahnverkehr der Monorail läuft ausschließlich auf dem weiten Schienenrund. Jedoch gibt es bei Problemen auf Nachbarmodulen Möglichkeiten, den Kreis zu verkleinern, oder aufeinander aufzufahren drohende Züge auf einer Verzögerungsstrecke auszubremsen.

Der erfolgte Probeaufbau gilt als Testlauf, ob der digitale Trackdesigner hält, was er mir verspricht. Und siehe da, schon hakt es noch im Bereich der Brücke. Aber wenn es nur das ist…

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Die neue Feuerwache am Rande der InnenstadtModul02Unweit der Wache lockt eine große Fläche Besucher zu einer großen Fahrzeugausstellung

Feuerwehr Farnheim on Tour – V

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

Es geht los. ABSolut Steinchen öffnet seine Pforten

So ist das mit dem Gesetz der Serie. Da die Feuerwehren im Bonn’schen Umland durch die hiesigen Wetterkapriolen in diesem Jahr arg in Atem gehalten wurden, stellten die Damen und Herren der Farnheimer Feuerwehr erneut den Brandschutz auf der Ausstellung ABSolut Steinchen in St. Augustin sicher.

Jedes einzelne MOC wurde durch den Brandschutz-TÜV der Farnheimer abgenommen. Bei den zahllosen Modellen bedeutete dies einmal mehr sehr viel Arbeit, die im Anschluss hieran in einer bebilderten Essenz vorgestellt werden möchte.

LEGO® City – Die Mischung macht’s

Neulich stellten wir AFOLs uns (mal wieder) die Frage, ob der Lego-City-Kosmos (mal wieder) in regelmäßigen Abständen tatsächlich neue Feuerwachen und Polizeistationen braucht? So viele städtische Behörden, die mittlerweile mehr auf sich selbst aufzupassen scheinen, als sich um das Wohl ihrer Bewohner zu kümmern. Das brachte mich auf die Idee, die Frage etwas anders zu stellen: Warum gibt es keinen Platz mehr Wohnhäuser? Für die Beantwortung dieser Frage hilft ein Blick in die Vergangenheit.

Das komplette Set

Alles fing, nach heutigen minifigmaßstäblichen Grundsätzen, im Jahr 1978 an, als die ersten Town-Sets im Handel erschienen. Natürlich waren von Beginn an die actionlastigen Themen des Feuerlöschens und der Verbrechensbekämpfung prominent besetzt. Aber auch nicht erst seitdem. Blaulichtthemen verkauften sich auch schon als es noch keine Minifig gab. Doch es gab schon immer auch zahlreiche Oasen der Ruhe: Wohnhäuser, Appartments und Ferienhäuser.

1991 begann sich das Angebot an klassischem Wohnraum zu wandeln. Das letzte Set in dieser Richtung war 1990 das Ferienhaus #6592. Im Jahr darauf erschien erstmals kein privates Wohngebäude seit 1978. Vielmehr wurden weitere, eher männerbesetzte Berufsfelder etabliert: Flug- und Seehäfen, Rettungsdienst, Renn- und Rallye- und Funsportarten.

Zwar probierte der dänische Spielzeughersteller 1992 mit der Themenwelt „Paradisa“ ein weiblicheres Produktfeld mit entsprechender Farbwahl zu lancieren aber – ganzheitlich gesehen – (bis „Friends“) ohne großen Erfolg. Dennoch lassen sich einige Sets dieses Themas durchaus zu den Privatbehausungen zählen. Allen voran sei sicher das sog. „Poolside Paradise“ erwähnt.

Wenngleich immer wieder auch privat anmutende Gebäude ins jeweilige Jahresprogramm flossen, so waren es nunmehr keine traditionellen Wohnhäuser mehr, als vielmehr Blockhäuser, Hütten oder Lodges, die eher als Startpunkt für aktionsbetonte
Freizeitaktivitäten zu dienen hatten. 1996 erschien zwar nochmal ein klassisches Wohnhaus, allerdings als Resultat einer Werbekooperation mit dem Fensterhersteller Velux. Allerdings blieb es hierbei bei einer Sonderauflage in begrenzter Stückzahl.

Die Verpackungsoberseite

Auch die Umbennungen von „Town“ in ein viel gewaltiger klingendes „World City“ und schließlich nur noch „City“, brachte keine Wohnhäuser mehr hervor. Selbst Pizzerien und andere mehrgeschossige Stadthäuser (die sich, wenn sie erschienen, thematisch stets
wiederholten), wurden nur der kommerziellen Nutzung zugeschrieben. Aber warum nur?

Ganz einfach, Lego etablierte zusätzliche Themenwelten, die der Citysparte fortan als wahre Zulieferer dienten. Mit dem Start der klassischen Städtelinie 1978 waren die Themenfelder noch überschaubar und strikter getrennt. Bei den Bausätzen im Minifig-Maßstab reichten daher auch das Raumfahrtprogramm – heute im AFOLksmund „Classic Space“ genannt – und das Ritterthema „Castle“ aus. Außerhalb davon gab es thematisch nichts verwertbares, was den Minifigs städtebaulich großartig entgegengekommen wäre. Erst nach der konzerntechnischen Neuausrichtung zu Beginn des neuen Jahrtausends, und mit der Etablierung der Produktserie „Creator“ im Jahre 2001, erschien drei Jahre später auch ein Set namens „Buildings“, mit dessen Hilfe der Bau neuer Privathäuser in der Stadt nun wieder möglich wurden. Zudem veröffentlichte LEGO® mit #4886 „Building Bonanza“ gleich mal ein wahres Prachtgebäude. Auch ließen sich mit den Häusern der heutzutage sehr beliebten modularen Gebäudeserie, die es mit dem inoffiziellen Start 2007 mit der Market Street (damals noch unter dem Themennamen „Factory“ veröffentlicht) fortan gab, wunderschöne Wohn- und Geschäftshäuser erbauen.

Und damit nicht genug, als LEGO® 2012 das eher für eine weibliche Zielgruppe ausgelegtes Spielethema „Friends“ ins Leben rief, kamen fortan zahlreiche wenn auch etwas bunter und andersartig konstruierte Häuser hinzu. Man griff hierbei Thematiken
auf, die manch AFOL in der klassischen Städtewelt über die normalen Wohnhäuser hinweg zudem schmerzlich vermisste: Supermärkte, Schulen, Saftläden, Bäckereien, Eisdielen und eben auch Wohnhäuser.

2014 folgte mit „Juniors“ die letzte Serie mit städtetauglichen Set, die mit ihrer Teileauswahl und ihrem Bauanspruch ingesamt eher für jüngere Zielgruppen ausgelegt sind. Als ein passendes Set sei hierbei das „Family House“ erwähnt.

Bis heute erschienen unter diesen Labeln nunmehr etliche Gebäude, die sich problemlos in das klassische Städtthema integrieren lassen. Mal mit mehr, mal mit weniger anpassungstechnischem Aufwand. Aber weitestgehend alle fernab sämtlicher actionbesetzten Spielethemen. Ganzheitlich betrachtet aber machen es die Serien „Friends“, „Creator“ und die modulare Häuserserie mittlerweile unnötig, dass im City-Produktportfolio weitere Wohnhäuser erscheinen. Dafür bieten diese Serien genug Bausubstanz. Ein gelegentlicher Blick über den City-Tellerrand kann also hin und wieder nicht schaden. Denn wie bei allem im Leben gilt auch hier: Die Mischung macht’s.

# 6353 – Coastal Cutter (1991)

Im Zulauf einer Sammlungsauflösung befanden sich u. a. auch einige Schiffsmodelle. Für mich bedeutete dies sammlungstechnisches Neuland. Da ich aber schon länger auf einge maritime Sets ein Auge geworfen habe, erfreut es mich umso mehr, das ein oder andere Schiffchen nun mein Eigen nennen zu dürfen.

Das erste Set, welches sich nun in „restaurierter“ Optik präsentieren darf, ist der sog. „Coastal Cutter“, oder gemeinhin Seenotrettungskreuzer genannt. Das folgende Set erschien 1991 (überhaupt ein sehr schifflastiges Jahr) und kam im passenden Farbschema der hierzulande leider nur sehr schwerlich erhältlichen „Coastal Rescue Base“ (# 6387) von 1989 daher und ergänzt diese thematisch sehr gut.

Der im Seitenprofil äußerst schnittig gezeichnete Kreuzer wirkt, dank der aerodynamischen Form, im Stand schon sehr flink. Highlight ist sicher die Möglichkeit des auf- und abzuladenden Beibootes, welches mittels Kranhaken und Seiltrommel, wie ein Jahr später beim „Recycle Truck“ (# 6668) angewandt, neuartig realisiert wurde.

Die maritime, ja beinahe patriotisch anmutende Farbkombi bestehend aus „Red, White and Blue“ ist ein weiteres, neben den bekannten Schemata, wie Polizei (schwarz/weiß) oder auch Kommunal (gelb/rot/gelb). Leider hatte TLC hierbei kein allzu großes Durchhaltevermögen. Zwar erschienen bis etwa Mitte der 1990er Jahre fünf verschiedene Sets zum Thema, jedoch erschienen erst wieder 1998 ähnlich geartete Bausätze. Von da an allerdings in einem ganz anderen Farbschema (gelb/schwarz). Übrigens, heutige Küstenschutz-Fahrzeuge sind farblich wiederum gänzlich anders gestaltet: orange/weiß/blau.

Zahlreiche Antennen und Scheinwerfer geben dem Schiff die nötigen filigranen Aufbauten.

Den Figuren allerdings spendierte man allerdings keine eigene Uniform, sondern zwängte sie in den damals schon bekannten Polizeidress. Die großen Schwimmwesten decken (darf man sagen glücklicherweise?) etwas unpassende Dekor ab.

Das Schiffdekor, sprich die Rettungsringlogos und die Schiffbezeichnung „C 12“ (Coastal oder Cutter #12?) sind als Aufkleber ausgeführt. Aber keine Bange, damals waren die Sticker noch von klebeintensiverer Natur als heute. Somit überstehen sie auch problemlos Jahrzehnte – auch noch weitere.

Teiletechnisch bekam man z. B. großen 33er 3 x 6 Slope in weiß und erstmalig den Kranhaken spendiert.

Jahr: 1991
Teile: 185
Minifig: 2

Feuerwehr Farnheim on Tour – IV

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Erneut hatte die Feuerwehr Farnheim auf der Ausstellung SteineWAHN in Berlin alle Hände voll zu tun. Sozusagen als überörtliche Hilfe übenahm sie anstelle der Berliner Feuerwehr den Sicherheitsdienst vor Ort.

Erneut musste jedes MOC, jedes Exponat und jeder Winkel der Ausstellungsfläche in den Räumlichkeiten der Tegeler Seeterrassen auf mögl. Sicherheitsbedenken überprüft werden. Letztlich konnte aber ein reibungs- und störungsfreier Ausstellungsablauf gewährleistet werden. Was folgt ist ein kleiner, bildlicher Abriss über die vielseitigen Aufgaben der Damen und Herren Feuerlöscher vom Wochenende.

MoRaSt-Modul “Farnheim” bei ABSolut Steinchen

Für die Ausstellung Anfang Juni in Sankt Augustin erfuhr insbesondere der Stadt-Teil meines Moduls eine unfangreiche Umstrukturierung. Mit neuen Gebäuden und einem deutlichen Plus an Details war es mehr als nur ein neudeutsch gesprochenes „Make-over“. Da ich mit meinem Nachbarn zur rechten Seite, sorn, auch einen aus Grundplattem fahrbahntechnischen Übergang schaffen wollte, musste also ein komplett neuer Grundriss her. Dieser ließ aber mehr abwechslungsreichen Spielraum für allerlei Kleinigkeiten, als noch die Vorgängerversion aus dem letzten Jahr.

Das neue Modul erhielt einen kompletten Stadtkern mitsamt zahlreicher Geschäfte, ein Busterminal, Parkplatz, Fußgängerzone in unmittelbarer Bahnhofsnähe, den das klassische T-Symbol aus dem Set des Airport-Shuttles schmückte. Zugunsten neuer Gebäude entfiel das Brandhaus. Es brannte aber bekannlich an anderer Stelle auf der Anlage. Auch das große Kaufhaus, welches seinerzeit aus dem Terminalgebäude des Flughafens entstand, musste der neuen Stadtplanung weichen.

Streckenplan_ABSSt2015_V3Der um ein zusätzliches Ausweichgleis ergänzte finale Streckenplan. Die Besucherseite befindet sich am unteren Bildrand

Auf einer Länge von 11 Basisplatten verteilte sich das Stadtzentrum auf immerhin derer 6. Während die städtische Feuerwehr ihre Fahrzeugparade auf den restlichen 5 Platten in der Reihe verteilen konnte. Den Rest meiner roten Fahrzeuge konnte ich an gesonderter Stelle am Ende eines Tischschenkels in Szene setzen.

Überhaupt musste der Gleisplan meines Moduls den neuen Anforderungen angepasst werden. Zugunsten einer lebendigen Innenstadt entfiel der englaufende Gleisbogen quer durch die Innenstadt. Lediglich in einer Schleife auf Höhe des Bahnhofs durchquerten die Züge mein Modul auf der höhergelegten Ebene 1.

Modulgröße: 11 x 4 Basisplatten (32 x 32 Noppen) = 2900 x 1230 mm

Streckenlänge: 16694 mm

Gleisbedarf:

  • 23 kurze Geraden
  • 19 lange Geraden
  • 8 Rampen
  • 4 Kurven (1/4)
  • 2 linke Kurven (1/8)
  • 3 rechte Kurven (1/8)
  • 17 Stopper
  • 4 rechte Weichen
  • 5 linke Weichen