RW (Rüstwagen) – Neue Version

Etwas über ein Jahr nach dem Zusammenbau erfolgt für dieses Fahrzeug bereits eine Auffrischung in Form einer Aufbauverbreiterung. Und warum so früh? Weil das Fahrzeug als Teil meines kleinen Unfall-Dioramas auf meinem MoRaSt-Modul optisch nicht mehr allzu gut mit dem neuen HLF  zusammenpasste. Also, ab in die Karosseriewerkstatt damit.

Hierbei setzte ich mir zur Vorgabe den optischen Gesamteindruck möglichst beizubehalten. Zwar wuchs der Aufbau in Höhe und Breite, aber das tat der Sache an sich keinen Abbruch. Ja, Jumper, also AZMEPs (ausführlich gesagt, Aus-zwei-mach-ein-Plättchen) sind schon eine feine Sache, um die Welt im Legokosmos um eine halbe Noppe zu versetzen, und so kommen sie hierbei auch üppigst zur Anwendung. Ich bin es ja selbst Schuld, habe ich mir die ungerade Anzahl an Nuppsies als „Farnheim 2.0“ auf die Fahne geschrieben. Und so mussten ein paar Dinge, wie bspw. die gelbe Konturmarkierung an den Seiten, umpositioniert werden. Auch trennte ich mich leider vom Antriebsstrang unter dem Auto. Dafür erhielt der neue heckseitige Laderaum nun Platz für zwei Transportkästen. Es flog der hintere Kotflügel raus und die betroffene Achse wurde in der Spur verbreitert. Der Lichtmast lugt jetzt mittig aus dem Aufbaudach heraus, das übrigens neu beplankt und mit höhreren Gerätekisten bestückt wurde. Einziger Wehrmutstropfen: das Feuerwehrsignet auf der Ladbordwand am Heck prangt nun nicht mittig. Ansonsten blieb alles beim Alten. Ehrenwort.

 

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AB DL (Drehleiter)

Als eine Delegation der Feuerwehr Farnheim vor inzwischen bald 20 Jahren zum damaligen Ausbau der partnerschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zur Zusammenarbeit bei der Feuerwehr in Kopenhagen weilte (Kopenhagen ist eine Partnerstadt Farnheims), nahm sie auch ein ganz besonderes Fahrzeug, eine sog. Abprotzleiter, in Augenschein.

Für die engen Innenstadtstraßen und schmalen Hinterhöfe Kopenhagens schien dies äußerst seltsam anmutende Gefährt als Sonderlösung wie gemacht und leistete, nach nun über 20 Jahren Dienstzeit, im Ernstfall zuverlässig schnelle Hilfe. Die Farnheimer Delegation machte damals bei einer Demonstration dieses Fahrzeugs vor allem im alten Stadtkern strukturelle städtebauliche Gemeinsamkeiten beider Städte aus. Die Kopenhagener überließen den deutschen Amtskollegen anschließend für einige Monate eines ihrer drei Fahrzeuge zu Testzwecken. Nach Abschluss der durchaus erfolgreich verlaufenden Testphase entschloss sich die Branddirektion Farnheim ein ebensolches Fahrzeug zu beschaffen. Einziger Unterschied zum dänischen Pendant: Die Leiter ist auf einem Abrollbehälter verlastet und wird per WLF zum Einsatzort gebracht.

Diesmal etwas aus dem Raritätenkabinett. Da ich auch immer auf der Suche nach etwas besonderem für meine Wehr bin, stieß ich bei einer erneuten Internetrecherche über dieses außergewöhnliche Wägelchen. Ein durchaus spannendes Konzept, und zur Zeit der Beschaffung wie auch einige Jahre darüber hinaus, alternativ los, da handlichere Teleskopmastbühnen und knickbare Leiterparks noch nicht erfunden waren. Auch wenn solche Einsatzmittel heutzutage nicht mehr dem technischen Stand bei der Hubrettung entsprechen, nahm ich aber an, dass sich die Geschichte in der Historie der Farnheimer Wehr genau so zugetragen haben könnte. Die Leiter ist in Farnheim also seit fast 20 Jahren im Dienst.

Als ich den LEGO®-Nachbau startete, wollte ich auch ungedingt seine kleine und gedrungene Erscheinung im Modell erreichen. Der erste Versuch war aber derart groß, dass man zwar ansatzweise eine Minifigur hätte hineinstecken könnte, allerdings geriet das Modell dadurch gehörig aus der Form. Mit der Vorbildstatur hatte das nichts mehr gemein. Also alles auf Anfang. Und hier stieß die Teilegeometrie bei dieser Baugröße an ihre Grenzen. Abstraktion hieß das Zauberwort, also so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Aber irgendwas ist ja immer. Nach dem Schrumpfungsprozess passt nun definitiv keine Minifig mehr rein. So what! Damit kann ich leben. Hautpsache die Silhouette stimmt.

Das Vorbild:
Die Basis für dieses absonderliche Original ist ein Bobcat BC-753. Sein 2,2 L Dieselmotor leistet  40 PS und treibt alle sechs Räder an. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 10 km/h eher unaufgeregt. Gelenkt wird das Gefährt wie ein Kettenfahrzeug, d. h. es kann auf der Stelle drehen, wie in der Regel alle kleinen Arbeitsgeräte des Herstellers dieser Größe. Auf seinem Dach trägt es ein dreiteiliges Leiterpaket von Metz mit einer Steighöhe von 18 Metern – ohne Korb versteht sich. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 4.000 kg.

Eines dieser Fahrzeuge (Bj. 1993) der Kopenhagener Feuerwehr wurde kürzlich (August 2018) mit geleisteten 731 Betriebsstunden ausgemustert und zum Verkauf angeboten. Vermutlich werden in dem Rahmen auch die beiden anderen Fahrzeuge außer Dienst gestellt oder sie sind es bereits.

Überdies ist eine solche Abprotzleiter auch bei der Feuerwehr Stockholm im Dienst – wenn auch mit vierteiligen Leiterpark. Damit sind/waren dies die vier einzigen weltweit existierenden Hubrettungsfahrzeuge dieser Art. Na gut, mit dem Farnheimer fünf.

 

TdoT bei der Feuerwehr Mülheim 2018

Der erneute Tag der offenen Tür (TdoT) auf der Hauptfeuer- und Rettungswache 1 in Mülheim an der Ruhr bot für die Besucher dieses Mal eine echte Überraschung: Sehr präsent stellte die Feuerwehr einen kürzlich neu beschafften Teleskoplader der Öffentlichkeit vor. Ein Manitou MRT 2740 mit einer max. Hubleistung von bis zu 25 Metern und bis zu 7.000 kg. Angetrieben wird der neue Allrad-Allzweckkönner von einem 129 kW (176 PS) starken 5.130 ccm-Turbodiesel.

  • ausklappbare Arbeits- und Rettungsbühne (bis 1.000 kg)
  • Arbeitskorb (bis 365 kg belastbar)
  • Seilwinde (bis 7.200 kg)
  • Lasthaken (bis 2.000 kg)
  • Stapelgabel (bis 5.000 kg)
  • Schaufel mit Übergreifer
  • Generator 14 kVA

Vornehmliche Einsatzgebiete sind die Personenrettung, insbesondere solcher aus schwierigen Lagen oder adipöser Notfallpatienten aus oberen Stockwerken. Desweiteren kann er zu Tierrettungsnotfällen (auch bei verunglückten Großtieren) herangezogen werden. Seine Stärken wird er aber sicherlich in der technischen Hilfeleistung ausspielen. Da die Berufsfeuerwehr Mülheim seit vielen Jahren nicht mehr über ein eigenes Kranfahrzeug mehr verfügt, war man beim Heben von schweren Lasten meist auf externe Dienstleister angewiesen. Kleinere Hebemöglichkeiten übernahmen später zwei WLFs mit Ladekran. Nun aber können auch mittelschwere Lasten bis zu 7.000 kg umbewegt werden. Ebenso lässt sich mit dem Lader unter Atemschutz verunfalltes Gefahrgut bergen, bei Sturmeinsätzen zur Räumung oder Baumsägearbeiten etc. nutzen, ihn als Stapler mit Fassgreiferfunktion einsetzen sowie Brandschutt beseitigen. Sogar der Einsatz als Löschmonitor ist möglich.

Zudem wuchs die Flotte an KdoW/PKWs weiter an. Neben den bereits bekannten Opel Zafira B stehen der Feuerwehr mittlerweile auch vier VW Touran zur Verfügung. Auch die Flotte der MTFs wurde modernisiert: drei VW Bulli T6 mit langem Radstand stehen im Fuhrpark – allesamt ausgerüstet mit Warnbalken von Standby.

Neben den bereits bekannten vier LF 24 (wovon die zwei dienstältesten als Reserve und Ausbildungszwecken dienen) stehen der BF derzeit auch vier (!) Drehleitern zu Verfügung. Die typografische Hervorhebung durch das Ausrufezeichen habe aus dem Grunde vorgenommen, als dass die Feuerwehr Mülheim über viele Jahrzehnte mit nur drei Drehleitern ausgekommen ist. Wieso komme ich auf vier? Nun, eine war Ausstellungsstück auf dem Hof der Wache postiert, zwei als Teil der beiden Zugverbände (Alarm- und Reservezug) in der Halle stationiert und eine – die vierte – sollte sich zum Zeitpunkt des TdoT auf der zweiten Wache in MH-Heißen zum Grundschutz befunden haben. Wer weiß mehr?

First Responder 4×4

Um das therapiefreie Intervall, also die Zeit, die bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes vergeht, mit einer medizinischen Erstversorgung effektiv zu nutzen, hat die Feuerwehr Farnheim, gemeinsam mit den Hilfsorganisation der Stadt, ein 4×4 Einsatzfahrzeug – speziell für Strandeinsätze – entwickelt und in Dienst gestellt. Ehrenamtlich besetzt mit einem im neudeutsch betitelten „First Responder“, also einem Helfer oder Sanitäter vor Ort (HvO oder SvO) kümmert er sich um die medizinische Erstversorgung, ist zuständig für die Lageerkundung, gibt eine qualitativ fundierte Meldung an die Rettungsleitstelle, weist Rettungsmittel ein und unterstützt sie ggf. und dokumentiert den Einsatz.

Insbesondere bei Schlaganfällen und Kammerflimmern soll sich somit die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes notfallmedizinisch wirkungsvoll nutzen lassen – zum Wohl des Patienten.

Stationiert ist er allerings am Strand des Nachbarortes St. Joostersiel, der insbesondere in den Sommermonaten von tausenden Touristen besucht wird.

An einem Sonntag nachmittag fiel mir erneut ein wild bedruckter Dachstein von Cran in die Finger fiel, den ich noch sinnvoll zu verbauen habe. Ließe sich davon ausgehend ein Trike-irgendwas bauen? Ließ sich, nur eben ohne diesen Dachstein. In knapp zwei Stunden verwirklichte sich beinahe wie von selbst ein extrem geländegängiger Strandbuggy. Den Gedanken an einen Überrollkäfig mitsamt Dach verwarf ich aber wieder zugunsten der flachen und sportiven Erscheinung. Die Reifen sind übrigens alte Sandreifen, die bevorzugt im Classic Space-Segment eingesetzt wurden.

Umbau des FLF 60/88-12 auf 5w

Schon damals, kurz nach Fertigstellung des Flughafenlöschfahrzeugs war bereits klar, dass der Aufbau bei solch einen Brummer viel zu schmal geriet. Dennoch mussten knapp zwei Jahre ins Land vergehen, ehe ich die Verbreiterung in die Tat umsetzte.

Ich nehme also nicht immer gleich bestehende Modelle auseinander, ich modifiziere sie auch, wenn es mir sinnvoll erscheint. Nicht, dass es mir hierbei in den vergangenen zwei Jahren noch nicht sinnvoll erschein – mir fehlte schlicht der Elan.

In einem halben Tag mit viel Tüftelei und Probiererei habe ich die Verbreiterung umsetzen können. Alles begann mit dem Gerätekasten. Der noch vermeintlich leichteste Teil des Umbaus. Dahinter fingen aber die Experimente an, um das bestehende Erscheinungsbild nur nicht zu verfremden. Die größte Herausforderung war das gesnottete Tanksegment über den beiden Hinterachsen im Inneren wieder stabil zu verankern, da das Heckteil, das nun auch eine halbe Noppe versetzt wurde, nicht am Fahrgestell befestigt werden konnte. So musste eine andere Lösung her. Und die kam in Form eines 1×1 Clips. Dieser hält den eingerückten weißen Teil (den Boden des Heckgeräteraumes, wenn man so will) mit dem Fahrgestell ausreichend fest. Keine legale Bautechnik, aber was soll’s.

 

Freiwillige Feuerwehr Langeoog

Langeoog, eine ostfriesische Insel im norddeutschen Wattenmeer gelegen und gut 5 Kilometer vom Festland vor Bensersiel entfernt, ist für den Individualverkehr gesperrt. Lediglich der Rettungsdienst und die Feuerwehr dürfen per Ausnahmegenehmigung mit Verbrennungsmotoren die knapp 20 qkm Inselfläche befahren. Die Wehr ist für den Schutz von ca. 2.000 Insulaner sowie bis zu 15.000 zusätzlichen Feriengästen während der Hauptsaison verantwortlich.

Rückblick. Die Inselfeuerwehr wurde 1934 gegründet und hat sich in den vergangenen 84 Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil des unsularen Sicherheitssystems entwickelt. Heute zählt die Wehr 38 aktive Mitglieder/Innen. Auch eine Jugendfeuerwehr mit 10 Nachwuchskräften gibt es. 5 Fahrzeuge und zwei Anhänger stehen der Wehr für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben zur Verfügung:

MTF                       VW T6 2.0 TDI 4Motion (Bj. 2017)
LF 8/6                   Iveco Magirus Eurofire, Aufbau Magirus (Bj. 1998)
TLF 8/24              Mercedes Benz Unimog U1550, Aufbau GFT (Bj. ca. 1997)
TLF 16/25            Iveco Magirus Eurofire, Aufbau Magirus (ehem. FW Leichlingen)
DLK 23/12 CC     Iveco Magirus 140-25, Aufbau Magirus (Bj. 1993, Ref. ca. 2015)
AL 18                     Anhängeleiter mit 18 m Steighöhe
Hovercraft           Anhänger mit einem verlasteten Hovercraft (Bj. 2017)

EIne Besonderheit im Fahrzeugpark ist sicher das neue Luftkissenfahrzeug vom Typ Scout Hovercraft S460 TC-WL, mit dem sich schnell Menschen aus dem Wattenmeer retten lassen. Der 110 PS-BMW-Boxermotor ist kraftvoll genug, selbst steile Dünenhänge zu erklimmen. Auf glatter Strecke erreicht das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h, auf Wasser bei guten Bedingungen immernoch 70 Stundenkilometer. Ein 23-PS-Motor von Briggs-Stratton sorgt für das Luftkissen und den damit benötigten Auftrieb. Zudem ist am Flugplatz ein weiteres TLF 8/18 auf einem Unimog mit Schlingmann-Aufbau stationiert.

Übrigens bekommt die Ortsfeuerwehr eine neue, größere Feuerwache mit angeschlossender Rettungswache, an der zwei RTWs auf je einem MB Sprinter mit Kastenaufbau auf dem Jahr 2011 stationiert werden, die vom Marburger Krankenpflege-Team, einem Tochterunternehmen der DRK Mittelhessen, betrieben werden. Die Bauarbeiten am Wehrgebäude waren im März bereits weit fortgeschritten.

TLF-W 3500 Typ N

Das Land Niedersachsen verfügt über insgesamt 1,2 Millionen ha Waldflächen, wovon die Kiefer mit 29 % mit Abstand den größten Bewaldungsanteil ausmacht. Die Kiefer gilt allerdings gemeinhin als die feuergefährlichste aller Baumarten. Sie war mit eine Ursache für die verheerende Waldbrandkatastrophe von 1975. Zwar vergingen seitdem viele trockenheiße Sommer, doch erneut große Schadenereignisse blieben bislang zum Glück aus. Das hat im wesentlichen auch mit der sich stetig verbessernden Ausstattung der Feuerwehren zu tun. Zum Vergleich: Verfügten die Feuerwehren im Regierungsbezirk Lüneburg im Katastrophenjahr 1975 nur über knapp 160 Tanklöschfahrzeuge, so konnten die Kräfte im Jahr 2000 auf fast 400 wasserführende Fahrzeuge zurückgreifen.

The german state of Lower Saxony has a total of 1.2 million hectares of forests, of which pine accounts by far the largest proportion of 29%. However, the pine is commonly considered the most flammable of all tree species. It was one of the causes of the devastating forest fire disaster of 1975. Although many dry-hot summers have passed since then, fortunately without incidents getting this huge again. This has essentially to do with the steadily improving equipment of fire brigades. For comparison in the disaster year of 1975, the fire brigades in the administrative district of Lüneburg only had almost 160 tank fire engines, so in 2000 the forces had access to almost 400 tanker trucks, pumpers and engines.

Nichtsdestoweniger entwickelte die Branddirektion Farnheim in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehren im Regierungsbezirk Lüneburg einen völlig neuen Fahrzeugtyp. Jetzt, zum trockenheißen Sommer 2018 mitsamt großer Dürre und höchster Waldbrandeinstufung, stellte die Feuerwehr Farnheim das Löschfahrzeugkonzept der Öffentlichkeit vor. Es hört auf den Namen TLF-W 3500 Typ N, wobei der letzte Buchstabe auf Bundesland Niedersachsen hinweist.

Nevertheless, the fire department Farnheim in close cooperation with fire departments in the district of Lüneburg developed a completely new type of vehicle. Now, during the dry, hot summer of 2018, along with a great drought and the highest forest fire rating, the Farnheim fire brigade presented the fire truck concept to the public. It is named TLF-W 3500 Type N, with the last letter referring to Lower Saxony (Niedersachsen).

Zunächst fällt die kompakte Bauweise ins Auge. Portalachsen mit Ackerschlepperbereifung bescheinigen dem Fahrzeuge eine exzellente Geländegängigkeit. Aufgebaut wurde das Fahrzeug vom Brickbacher Unternehmen Firetec auf einem UniMoc A560UF. Der 6-Zylinder-Turbodiesel leistet 224 PS. Im Aufbau finden neben typischem Arbeitsgerät wie Feuerpatschen, Motorsägen zur freiflächigen Brandbekämpfung auch 3.000 L Wasser und 500 L Class-A-Schaummittel nebst einer FPN 10-2000 mit Druckluftschaumanlage für ein CAFS (Compressed Air Foam System) Platz. Der Dachwerfer FT10 ist fernsteuerbar. Eine spezielle Wärmereschutzummantelung und eine Selbstschutzanlage jeweils vor den Achsen (in Fahrtrichtung gesehen) verleihen dem Fahrzeug gute Widerstandsfähigkeiten selbst an sehr nahegelegenen Brandherden.

The compact design is striking. Portal axles with field tractors tires give the vehicle an excellent off-road capability. The vehicle was built by the Brickbach Firetec company on a UniMoc A560UF. The 6-cylinder turbo diesel delieveres 224 hp. In addition to typical equipment such as fire-spades, chainsaws for open-plan firefighting, 3,000 L of water and 500 L Class A foam and FPN 10-2000 pump with compressed air foam system are also included. The roof cannon FT10 is remotely controllable. A special heat protection jacket and a self-protection system each in front of the axles (seen in the direction of travel) give the vehicle good resistance even at very close fire pits.
Typ: Steiner Fahrzeugwerke SFW UniMoc A560F
Motor: 6-Zylinder-Turbodiesel mit Retarder,10-Gang-Getriebe mit Sperrdifferenzial und Allradantrieb
Leistung: 165 kW (224 PS)
Wattiefe:  1.150 mm
Löschwasser: 3.500 L
Schaummittel: 500 L
Feuerlöschkreiselpumpe: 2.000 L/Min. bei 10 bar
Dachwerfer: 1.000 L/Min. bei 50 Metern Wurfweite
Selbstschutzanlage: 6 Düsen (4 vor der Vorderachse, 2 vor der Hinterachse)
Sonstiges: Seilwinde, 2 LED-Suchscheinwerfer 120 W

Der extreme Sommer und die damit einhergehenden zahllosen Feld-, Wald- und Wiesenbrände in der gesamten Republik waren Ideengeber für ein solches Fahrzeug. Da auch Farnheims Süden über ausgedehnte Felder und Waldbestände verfügt, lag es natürlich nahe, ein entsprechendes Löschfahrzeug in Dienst zu stellen. Das Fahrgestell stammt vom ehemaligen TRU-Laster, der nun in die ewigen Teilegründe eingegangen ist. Wie immer erfuhren Kabine und Aufbau zahlreiche Modifizierungen während Enstehungsprozesses. Ursprünglich sah ich für den Aufbau ein großes Gerätefach hinter der Kabine vor. Allerdings verwarf ich diese Idee schnell wieder, weil es aufgrund seiner Größe nicht so recht zum Rest des Modells passte. Und so blieb ich bei den klassischen Cupboards. Der weitere Aufbau stellt keine nennenswertem bautechnischen Herausforderungen dar. Die Motorhaube erhielt durch die Nutzung von „Käseecken“ und dem bedruckten 2x2er Dachstein eine unterschiedliche Schrägung, die wie eine typische Blechfalzung wirkt. Lediglich die Ausgestaltung an Details – das Gegreeble, wie Cran sagen würde – machen das recht massive MOC ein wenig filigraner. So legte ich erneut großen Wert auf die Darstellung eines Antriebsstrangs samt Anbauteilen, wie Tank, Auspuff oder Schlauchabgänge. Erwähnenswert ist sicherlich noch die Bereifung. Hier wurden für die hochbeinige Erscheinung erneut zwei verschiedene Reifenarten übereinandergeschoben. Und jetzt erwartet das Modell seine Feuertaufe auf der nächsten Ausstellung. Es ersetzt das putzige TLF 10/20.

The extreme summer and the accompanying countless field, forest and meadow fires in the entire Republic were the inspiration for such a vehicle. Since Farnheim’s south areas also has extensive fields and forest stands, it was natural to putsuch an apparatus into service. The chassis comes from the former TRU truck, which has now been gone for good. As always, cabin and construction experienced numerous modifications during the initialization process. Originally I planned for the construction of a large equipment compartment behind the cabin. However, I quickly rejected this idea because it did not quite fit the rest of the model because of its size. And so I stayed with the classic cupboards. The further construction does not represent any appreciable structural engineering challenges. The bonnet was given a different bevel through the use of „cheese corners“ and the printed 2×2 tile, which looks like a typical sheet metal folder. Only the design of details – the counterpart, as Cran would say – make the quite massive MOC a little more delicate. So I put great emphasis again on the presentation of a drive train including attachments, such as tank, exhaust or hose outlets. The tires arew Worth mentioning. Here again two different kinds of tires were pushed over one another for the high-legged appearance. And now the model awaits its baptism of fire at the next exhibition. It replaces the cute TLF 10/20.