Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

Um die Modernisierung der Löschgruppenfahrzeuge abzuschließen, sind nun die letzten verbliebenden Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr übergeben und in Dienst gestellt worden. Es handelt sich um zwei weitere HLF 20/16, die nun noch auf verschiedene Wachen im Stadtgebiet verteilt werden. In Farnheim werden sie intern als „FLF – Farnheimer Löschfahrzeug“ bezeichnet, weil die Beladung zwar im wesentlichen der DIN 14530 Teil 27 enspricht, aber im speziellen auf die Bedürfnisse der lokalen Einsatzanforderungen abstimmt sind.

Als eines der wichtigsten „Werkzeuge“ im Fuhrpark, sozusagen als „Mädchen für Alles“, rückt dieser Fahrzeugtyp zu rund 90 Prozent aller Einsätze aus. Neben der Ausrüstung zur Brandbekämpfung mit einem 1.600 L Wassertank und 200 Liter Class-A-Schaumbildner, können mit ihm auch technische Hilfeleistungen kleineren Umfangs problemlos bewältigt werden.

Zur weiteren Überarbeitung stand nun auch das sog. „Brot- und Butterfahrzeug“ der Wehr an – das HLF 20/16. Ich habe lange überlegt, ob das neue Fahrzeug nicht eine andere (höhere) Typenbezeichnung bekommen sollte, da es sich im Verlauf zu einem größeren Fahrzeug weiterentwickelte. Dann aber hätte ich auch wiederum die Geschichte der Feuerwehr anpassen bzw. umschreiben müssen. Ich entsinnte mich daher an optisch vergleichbare Fahrzeuge der BF Düsseldorf. Somit blieb folglich die alte Typisierung erhalten. Die neue Größe, die dieses Modell bekam, lässt es meinen persönlichen Vorstellungen an einen solchen Fahrzeugtyp für eine Großstadtwehr auch endlich gerecht werden.

Bautechnisch erwähnenswert sind sicher die beiden aufgeprotzten Haspeln am Heck, die, dem Vorbild entsprechend, sowohl mit Verkehrsleitmitteln als auch mit Schlauchmaterial bestückt sind. In ihrer Funktion sind sie auch im Modell abprotzbar und rollfähig. Ein ausfahrbarer Lichtmast am Heck unterstreicht die zusätzliche Hilfeleistungskomponente dieses Löschfahrzeugs. In den kleineren Geräteräumen befinden sich zahlreiche Mittel zur Brandbekämpfung, wie die klassische Kübelspritze, Schaummittelkanister, sowie Werkzeugkoffer und Handscheinwerfer. Der große, vordere Geräteraum zeigt auf der Fahrerseite die eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe und auf der gegenüberliegenden Seite das schwere Rettungsgerät, wie Trennschleifer und Rettungsschere.

Für Darstellungen verschiedener Zugkombinationen, sind von diesem Fahrzeug gleich zwei verschiedene, aber baugleiche Modelle entstanden. Zwei weitere sollen im weiteren Verlauf noch folgen, um z. B. bei zukünftigen Austellungen überdies auch verschiedene Einsatzmöglichkeiten präsentieren zu können.

Fahrgestellbasislänge: 15 Noppen (2x12er + 2x3er Platte)

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5 Gedanken zu “Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16

  1. Lyse schreibt:

    Holla, sehr gelungen! Ich finde es absolut klasse, wie viel Material im/auf/ums Fahrzeug untergebracht ist, kann man schier nicht glauben, wenn man das auf einem Haufen ausgebreitet sieht.

    Wenn die Haspeln abgekoppelt sind, wirkt das irgendwie seltsam von den Proportionen her (ich vermute, das macht die überstehende Leiter) und es fehlt tatsächlich was am Fahrzeug. Aufgeprotzt ist davon nichts mehr zu spüren. Bautechnisch auch eine geniale Haltervorrichtung.

    Das Trittbrett macht echt was her, auch wenn ich es einen winzigen Tick zu tief angebracht finde. Wie nennt man denn die hinten links oben angebrachten gelben oder orangen Leuchten?

    • farnheim schreibt:

      Vielen Dank. Vielleicht liegt’s auch daran, dass das Fahrzeug ohne Haspeln abrupt zu ende ist, weil diese „Cubboards“ das Heck so „ungestaltbar“ machen. Leider bekommt man das Trittbrett nicht höher, was aber nichts macht, da es eh nicht fürs Gelände gedacht ist. Dafür hat die Feuerwehr hochbeinigeres im Fuhrpark. Die orangenen Leuchten sind Blitzer, die den herannahenden Verkehr auf die Einsatzstelle aufmerksam machen sollen. Vergleichbar mit den bekannten Baustellenanhängern auf Autobahnen.

      • Lyse schreibt:

        > Vielleicht liegt’s auch daran, dass das Fahrzeug ohne
        > Haspeln abrupt zu ende ist, weil diese “Cubboards”
        > das Heck so “ungestaltbar” machen.

        Stimmt.

        > Leider bekommt man das Trittbrett nicht höher […]

        Da wäre so ein „Winkelstein“ wie vorn für die Frontscheinwerferhalterung in Zweierbreite praktisch. Ich frag mich gerade: Wie hast du die Trittbretter denn am Fahrzeug befestigt?

        > Die orangenen Leuchten sind Blitzer, die den
        > herannahenden Verkehr auf die Einsatzstelle
        > aufmerksam machen sollen. Vergleichbar mit den
        > bekannten Baustellenanhängern auf Autobahnen.

        Ah, danke.

      • Lyse schreibt:

        Ui, die beiden Teile kannte ich noch gar nicht. Merci! Schade, dass es nicht hinhauen will.

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